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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 2-3/2010)
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Leadership- Forschung als Demokratiewissenschaft |

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Ludger Helms
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Wie die Politik kennt auch die Politikwissenschaft thematische Konjunkturen. Und nicht nur das: Sehr häufig besteht ein greifbarer Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Interessensbereiche der Politikwissenschaft und den thematischen Konjunkturzyklen der Politik. Wenn sich Politikwissenschaftler auch gelegentlich wünschen, größeren Einfluss auf das politische "Agenda-Setting" zu haben, so entspricht die insgesamt stärker nachvollziehende Rolle der Politikwissenschaft doch ihrem dominanten Bestreben, politische Prozesse zu erklären und verständlich zu machen. Der internationale Aufschwung der Leadership-Forschung während der vergangenen Jahre kann als gutes Beispiel für den maßgeblichen Einfluss externer Impulse auf die Entwicklung politikwissenschaftlicher Forschungsagenden gelten.
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Zur Person |
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Ludger Helms Dr. phil., geb. 1967; Professor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Vergleich politischer Systeme an der Universität Innsbruck, Universitätsstraße 15, 6020 Innsbruck/Österreich. E-Mail: ludger.helms@uibk.ac.at
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"Political Leadership" - mit Blick auf die Regierung verstanden als das Dirigieren des gouvernementalen Willensbildungs- und Entscheidungsprozesses und die Herstellung politischer Legitimität von Regierungsentscheidungen durch Spitzenrepräsentanten der politischen Exekutive - hat in den Augen vieler Bürgerinnen und Bürger an eigenständiger Bedeutung gewonnen. Dies ist nicht ausschließlich einer Zunahme des politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Problemdrucks und einem daraus resultierenden verstärkten Bedürfnis nach Führung geschuldet. Strukturell begünstigt wird der Eindruck einer Aufwertung von Inhabern politischer Spitzenämter als den politisch maßgeblichen Entscheidungsakteuren durch den Personalisierungseffekt der kommerziellen Massenmedien. Dem Personalisierungsinteresse der Medien kommt dabei die tatsächliche Aufwertung der Inhaber exekutiver Spitzenämter zugute, die im Innern der Exekutive vor allem etwas mit dem erhöhten Koordinierungsbedarf sektoralisierter Politiken, im Außenbereich viel mit der Herausbildung eines Systems internationaler Gipfeldiplomatie zu tun hat. |
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10. Februar 2012
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Dossier |
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Deutsche Demokratie
In der deutschen Demokratie ist die Macht auf 82 Millionen Menschen verteilt: Alle Bürger sind für den Staat verantwortlich. Aber wie funktioniert das genau? Wer wählt den Kanzler, wer beschließt die Gesetze? Und wie wird man Verfassungsrichter? |
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