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Themen und Materialien

Das Image der Politik und der Politiker. Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung politischer Akteure



Autor Detlef Dechant (Projektleiter)
Hans-Werner Kuhn
Markus Gloe
Alexander Linden
Tonio Oeftering
Seiten 252
Erscheinungsdatum 01.02.2010
Erscheinungsort Bonn
Bestellnummer 2428
Bereitstellungs-
pauschale
 
4,50 EUR

Inhalt
  • PDF-Version Inhaltsverzeichnis (25 KB)

    Mit dieser Kombination von Filmporträts politischer Akteure, dabei: Jean-Claude Juncker, Christian Wulff, Heiner Geissler, Matthias Platzeck, Silvana Koch-Mehrin, Luc Jochimsen, Christian Ude, Birgit Fischer, Florian Toncar, Sepp Daxenberger und Daniela Ludwig (Raab), (DVD 1), Dokumentation der Schüler-Diskussionen mit diesen (DVD 2 "PolitApeal"), den Filmprotokollen (CD-Rom) und didaktischen Handreichungen wurde ein Paket geschnürt, das in Seminaren und Workshops fokussiert auf die "Image"-Frage Kernfragen des politischen Lernens bearbeitbar macht.

    Alle Porträtierten sind Oberstufenschülerinnen und -schülern in sechs Schulen in Rheinland-Pfalz "real begegnet". Mehr noch als die Filmporträts scheinen diese realen Begegnungen das "Image" der Politikerinnen und Politiker verändert zu haben. Die kritischen Fragen der Jugendlichen zeigen deutlich, dass sie auf dem Weg zu eigenständigen Urteilen sind, sowohl was politische Sachverhalte als auch Personen betrifft.

    Das Gliederungskonzept des Themen und Materialienbandes mit 11 Bausteinen zeigt das Potenzial dieser filmischen Dokumentation für die politische Bildung: es geht grundlegend um Filmanalyse (Baustein1) als Teil der politikorientierten Medienanalyse; dieser Baustein greift aus der Einleitung Überlegungen zum Verhältnis von Politik und Medien kritisch auf. Im Selbstverständnis der Porträtierten finden sich Hinweise zur Frage: "Was ist Politik?", die Fehlkonzepte der Jugendlichen aus der Akteursperspektive korrigieren können (Baustein 2). Gerade das unterschiedliche Alter der Politikerinnen und Politiker legt die Frage nach der Motivation, Politik zu betreiben, nahe, aber auch die nach den sehr unterschiedlichen Biographien (Baustein 3). Daran schließt sich die provokative Frage an: "Politiker – ein Traumberuf?", die dann aber nüchtern anhand von Daten beantwortet wird (Baustein 4). Das genannte Spektrum von der Kommunalpolitik über die Landes- und Bundespolitik bis hin zur Europapolitik wird in Baustein 5 thematisiert.

    Politikstile, Politikfelder, Einflussmöglichkeiten sind auf diesen 4 Ebenen verschieden. Hieran kann sich der Blick auf Institutionen differenzieren und zu problembezogenen Einsichten erweitern. Eng gekoppelt an die Frage von "Image" scheint die Frage von Vorurteilen (Baustein 6). Dieser Aspekt wird geöffnet in die zentrale Kompetenz politischer Bildung: die politische Urteilskompetenz. Hier spielen nicht nur politikrelevante Kriterien eine Rolle, sondern ebenso argumentative Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Hinweise auf empirische Daten und Studien. Dann werden verschiedene Zugänge zum "Image-Begriff" (Baustein 7) entwickelt, der eng im Zusammenhang mit dem Selbst- und Fremdbild steht. Der Begriff bleibt aber nicht isoliert als Wissen stehen, sondern es werden Schlüsselszenen aus den Filmen identifiziert und für den Urteilsprozess angeboten. Baustein 9 greift die Frage auf: Politikerinnen – die besseren Politiker? Auch hierzu liefern die Filme Anschauungsmaterial, um dieser Frage historisch und aktuell nachzugehen.

    Für politische Urteile spielen Legitimitätsaspekte ebenso eine Rolle wie Effizienzgesichtspunkte. Dem zweiten Kriterium widmet sich Baustein 10 unter der Frage "Bewertungen politischen Handeln – Erfolg oder Niederlage?" An offenen Beispielen können die Jugendlichen diese Entscheidungsprozesse mit verfolgen. Den Abschluss bildet Baustein 11 mit dem Titel "Jugend und Politik". Beide bilden ein prekäres Verhältnis zueinander, beide durchlaufen gleichzeitig einen Lernprozess, der insbesondere bei den Jugendlichen nicht nur ihren Blick auf Politikerinnen und Politiker verändert, sondern auch das eigene politische Denken reflexiv befragt.

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    10. Februar 2012
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