Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index
Suche

Themen
Publikationen
Arbeitsmaterialien Medien
Aus Politik und Zeitgeschichte
AV-Medienkatalog
CD-ROM/ CD/ DVD
Einzel-
publikationen
Entscheidung im Unterricht
Filmhefte
fluter
HanisauLand
Informationen zur politischen Bildung
Info aktuell
Internet-Angebote
Mobile Angebote
Karten
Pocket
Rechtsreihe
Schriftenreihe
Spicker Politik
Thema im Unterricht
Themenblätter im Unterricht
Themen und Materialien
Zeitbilder
Spiele
Sonstige
Was geht?
Suche
Veranstaltungen
Wissen
Lernen


Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 19/2006)

Fußball unterm Hakenkreuz


Nils Havemann
Inhalt

Einleitung

Sport, Politik und Kommerz in der Weimarer Zeit

Der DFB vor der Spaltung

Der DFB als Nutznießer der "Machtergreifung"

Begeisterung für Hitler

Die Ausgrenzung der jüdischen Sportler

Die Auflösung des DFB

Der politische Missbrauch des Fußballs

Die Auflösung des DFB
Die Willfährigkeit und enge Kooperation mit dem NS-Regime verhinderten nicht, dass der DFB nach 1936 schrittweise aufgelöst wurde. Gerade aus dem fehlenden ideologischen Fundament des Verbandes erwuchs ein starkes Misstrauen der Nationalsozialisten gegenüber der Dachorganisation des deutschen Fußballs. So hielt von Tschammer und Osten den Verband für eine "typisch liberale Zweckgründung", die "eine stark international betonte Tendenz des Sports" vertreten habe.[20] Ähnlich urteilte auch Bruno Malitz, der im "Dritten Reich" bis zum NSDAP-Kreisleiter von Görlitz avancierte und als einer der wichtigsten nationalsozialistischen Sportideologen galt. Er führte in seiner programmatischen Schrift "Die Leibesübungen in der nationalsozialistischen Idee" den deutschen Fußball und insbesondere den DFB als Beispiel für eine aus seiner Sicht vollkommen fehlgeleitete Entwicklung des deutschen Sports an.

Malitz ärgerte sich besonders über die große Bedeutung des Geldes im Fußball, die den Drang zur Völkerverständigung verstärke: "Man sieht ja auch, wie der Deutsche Fußball-Bund sich um die Not seiner Vereine bekümmert. Nämlich gar nicht. Er legt Gelder auf 'die hohe Kante', seine Vereine gehen an großen Lasten zu Grunde. Er baut statt dessen große Verwaltungsgebäude. Er veranstaltet Länderspiele, deren Notwendigkeit nicht einzusehen ist, lässt sich als gemeinnützig Steuerfreiheit geben - aber die Arbeitslosenausweise gelten nicht. Es würde weiß Gott dem Deutschen Fußball-Bund aber auch gar nichts schaden, wenn er tüchtig Vergnügungssteuer zahlen würde; denn er ist Kapitalist."[21]

Angesichts dieser massiven Vorbehalte war es folgerichtig, dass das NS-Regime nach dem Erlöschen des Olympischen Feuers über den Berliner Wettkampfstätten dazu überging, den DFB aufzulösen. Schrittweise wurde der Verband ab 1936 liquidiert, sein Personal reduziert und durch ein Reichsfachamt für Fußball ersetzt, das unter der direkten Befehlsgewalt des Reichssportführers von Tschammer und Osten stand. Die Verstaatlichung des deutschen Fußballs kam auch darin zum Ausdruck, dass nach der formalen Auflösung des DFB im April 1940 sein Vermögen an den Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen (NSRL) überschrieben werden musste.
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home
10. Februar 2012
Druck-Version
Artikel versenden
PDF-Version
Inhalt
Bild vergrößern
Fußball-WM
Editorial
Ein Land sieht rund – Essay
Die Geschichte der FIFA-
Fußballweltmeisterschaft
Fußball und Völker-
verständigung
Fußball in der DDR
Fußball unterm Hakenkreuz
Lexikonsuche
Suchwort:
Lexika:
Dossier Fußball-WM 2006
Fußball-WM 2006
Fußball-WM 2006
2006 war die Fußball-Welt zu Gast in Deutschland. Die bpb stellt weiterhin alle Länder vor, die teilgenommen haben. Und in der Presseschau können Sie alles Wichtige zum Turnier nachlesen.
Fußball-WM 2006