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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 10/2010)

Wirkungsevaluierung in der Entwicklungs-
zusammenarbeit


Jörg Faust
Inhalt

Einleitung

Mikro-Makro-Paradoxon in der Wirkungsmessung

Reformdynamik in der Evaluierung

Herausforderungen

Einleitung
Der Evaluierung öffentlicher Politiken sollte eine hohe Bedeutung zukommen. Denn in komplexen Gesellschaften ist keineswegs sicher, ob und in welchem Ausmaß die Implementierung von Politiken auch die angestrebten Wirkungen erzielen oder gar kollektiv unerwünschte Nebeneffekte auftreten. Im politischen Wettbewerb neigen Entscheidungsträger unterschiedlicher politischer Couleur aber dazu, Politiken sowohl ex ante als auch ex post unterschiedliche Wirkungen zuzuschreiben. Daher kommt vor dem Hintergrund potenzieller, politisch motivierter Fehlbewertungen einer neutralen Wirkungsevaluierung eine wichtige Kontrollfunktion zu. Neben dieser Kontrollfunktion von Evaluierung ist deren Lernfunktion hervorzuheben. Denn Erkenntnisse über die Wirkungen von Politiken bieten Entscheidungsträgern eine inhaltlich fundierte Grundlage, zukünftige Politiken beizubehalten oder anzupassen. Evaluierung verbessert mithin die Transparenz, indem die öffentliche Diskussion mit weitgehend neutraler Information versorgt werden kann.

Zur Person
Jörg Faust
Dr. rer. pol., geb. 1967; Leiter der Abteilung Governance, Staatlichkeit & Sicherheit am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE); Tulpenfeld 6, 53113 Bonn.
E-Mail: Joerg.Faust@die-gdi.de

Wie es vor diesem Hintergrund um die Wirkungsevaluierung in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) bestellt ist, soll im Folgenden kurz dargestellt werden. Angesichts dreistelliger Milliardenbeträge, die weltweit jedes Jahr für unterschiedliche entwicklungspolitische Maßnahmen verausgabt werden, kommt der Wirkungsevaluierung in diesem umverteilenden Politikfeld eine wichtige Rolle zu. In der EZ wird denn auch seit Jahrzehnten eine große Zahl an Projekt- und Programmevaluierungen durchgeführt. Gleichwohl geriet auch die Evaluierung der EZ seit Beginn der vergangenen Dekade aufgrund ihrer institutionellen und methodischen Schwächen in die Kritik.[1] Die Inhalte dieser Kritik, aber auch die darauf einsetzende Reformdynamik zu erläutern, soll Gegenstand der folgenden Ausführungen sein.
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10. Februar 2012
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Editorial
Die Millenniumsentwick-
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Nord-Süd-Beziehungen: Globale Ungleichheit im Wandel?
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Zur Kritik des Entwicklungsdiskurses
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