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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 25/2006)

Editorial


Ludwig Watzal

Wasser kommt in Deutschland sauber und trinkbar aus dem Hahn. Es erscheint vielen Menschen als selbstverständliches Konsumgut. Kaum jemandem kommt es in den Sinn, dass Wasser zu einer der wichtigsten natürlichen Ressourcen gehört, die nur in begrenztem Umfang verfügbar und deshalb schützenswert sind.

Von einer Wasserkrise zu sprechen, stößt bei vielen Menschen auf Unverständnis. Nach Einschätzung der Vereinten Nationen steuert die Welt jedoch auf einen dramatischen Wassermangel zu. Die Weltorganisation hatte 2003 zum Jahr des Wassers ausgerufen und den Zeitraum von 2005 bis 2015 zur Wasserdekade erklärt. Während die weltweiten Vorräte immer weiter zurückgehen, steigt der Bedarf ungebremst an. Der Verbrauch hat sich in den vergangenen 50 Jahren fast verdoppelt. Mitte dieses Jahrhunderts könnten bis zu sieben Milliarden Menschen in 60 Ländern von Wasserknappheit betroffen sein.

Gründe für die Wasserknappheit sind der stetig steigende Verbrauch und das anhaltende Bevölkerungswachstum. Vor allem in den Ländern des Südens, in denen zum Wassermangel noch eine starke Verschmutzung und eine schlechte Bewirtschaftung hinzukommen, verschärf sich die Lage. Der Klimawandel tut ein Übriges. Veränderungen im Wasserkreislauf tragen zur weiteren Verknappung des Wassers bei.

Als eine Strategie zur Lösung der Wasserkrise werden Partnerschaften zwischen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren sowie Unternehmen diskutiert. Ein anderes Modell stellt der virtuelle Wasserhandel dar. Hier könnten Ansätze zur Entspannung der Wasserkrise liegen.
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10. Februar 2012
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Süßwasservorräte und Klimawandel
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Virtueller Wasserhandel zur Überwindung der Wasserkrise?
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Konflikte werden heute verstärkt um den Zugang zu knappen Ressourcen ausgetragen. Im Zuge dessen wird auch Wasser immer umkämpfter.
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