Schriftenreihe (Bd. 1063)

Das Gebot zu vergessen und die Unabweisbarkeit des Erinnerns

Das Buch problematisiert den schwierigen Ausgleich zwischen der berechtigten Forderung nach Erinnerung und dem Bedürfnis nach äußerem und innerem Frieden. Es stellt die Art des öffentlichen Umgangs mit schlimmer Vergangenheit in einen weiteren historischen Zusammenhang.

4,50

Inhalt

Es gibt in der Weltgeschichte viele Belege dafür, dass im öffentlichen Umgang mit schlimmer Vergangenheit im Vergessen des Geschehenen die Voraussetzung für eine friedlichere Zukunft gesehen wurde. Die Erinnerung an den Genozid an den europäischen Juden bleibt jedoch unabweisbar. Ist damit die alte Erfahrung obsolet, wonach Vergessen oder Verdrängen auf lange Sicht eine bessere Zukunft verheißen als tätige Erinnerung? Wie sollen wir mit dem Unrecht umgehen, das Menschen in Diktaturen wie dem SED-Regime erlitten? Mit dem Schwerpunkt auf der deutschen Nachkriegsgeschichte und den speziellen Problemen der deutschen Vereinigung unterzieht Christian Meier das Für und Wider des Erinnerns und Vergessens einer kritischen Analyse.



Autor: Christian Meier, Seiten: 159, Erscheinungsdatum: 01.09.2010, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1063