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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 13-14/2002)

Die regionale Integration und Kooperation in Afrika südlich der Sahara


Stefan Mair
Inhalt

I. Ausgangsbedingungen

II. Struktur

III. Stand der Integration und Kooperation

IV. Verhältnis zu anderen Regionalorganisationen

V. Externe Förderung

IV. Verhältnis zu anderen Regionalorganisationen
ECOWAS und SADC sind nicht die einzigen Organisationen, die in ihren Regionen Integration und Kooperation anstreben. Der größten Herausforderung sieht sich die ECOWAS ausgesetzt. Mit der fast ausschließlich aus frankophonen Staaten Westafrikas bestehenden UEMOA ist ihr ein Konkurrent erwachsen, der mit ihr um die knappen regionalen Ressourcen - Personaleinsatz und Finanzausstattung wetteifert - und der ihr zudem in wichtigen Integrationsfeldern mehr als einen Schritt voraus ist. Die UEMOA bildet eine, wenn auch von außen gesteuerte, Währungsunion und eine Zollunion. Ihre Kommission gilt als effizient und kompetent besetzt, bis in die politische Leitungsebene. Solange die frankophone Führungsmacht der Region, die Elfenbeinküste, mit Unterstützung Frankreichs ihre regionale Rolle vor allem in Konkurrenz zu Nigeria definiert, wird die UEMOA ein wesentliches Integrationshindernis für die ECOWAS bleiben. Sie spaltet die ECOWAS in ein Lager der UEMOA-Mitglieder und der Übrigen.

Dagegen sind die Herausforderungen der SADC durch konkurrierende Regionalorganisationen gering. Außer Sambia betrachtet keines der in Frage kommenden SADC-Mitglieder seine Mitgliedschaft im "Common Market for Eastern and Southern Africa" (COMESA) als prioritär. Tansania ist innerhalb der SADC eher ein Randakteur, dessen regionale Prioritätensetzungen nur geringen Einfluss auf den Integrationsprozess der SADC haben.
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10. Februar 2012
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Afrika
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