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Informationen zur politischen Bildung (Heft 268)

Weg zur Weltmacht 1898 bis 1945


Jörg Nagler
Inhalt

Einleitung

Erster Weltkrieg

Zwischenkriegszeit

Zweiter Weltkrieg

Einleitung
Der erfolgreiche Ausgang des Spanisch-Amerikanischen Krieges führte zu einer machtbetonten Außenpolitik der USA, die mit ihrem Präsidenten Theodore Roosevelt (1901-1909) im ostasiatischen Raum auf eine Gleichgewichtspolitik bedacht waren; das hieß, dort nach dem Russisch-Japanischen Krieg von 1904/5 weder Russland noch Japan zur beherrschenden Großmacht werden zu lassen. Allerdings verkannte Roosevelt das entschlossene japanische Vordringen und unterschätzte auch die negative außenpolitische Wirkung der restriktiven und diskriminierenden US-Einwanderungsgesetze gegen Japaner von 1907.
In Mittelamerika und der Karibik, dem "Hinterhof" der Vereinigten Staaten, wurde indessen eine konsequente Durchsetzung der eigenen wirtschaftlichen und geostrategischen Vorteile verfolgt. Ganz im Sinne des damaligen strategischen Denkens bildete die Flotte das Kernstück imperialer Kontrolle. Für die Vereinigten Staaten war es dabei von zentraler Bedeutung, die beiden ihrer Flotte als Operationsfelder dienenden Ozeane, Atlantik und Pazifik, durch einen mittelamerikanischen Kanal unter eigener Kontrolle zu verbinden. Zunächst wurde Großbritannien veranlasst, sich aus der Karibik zurückzuziehen; sodann setzten sich die Vereinigten Staaten über den Widerstand der kolumbianischen Regierung hinweg, indem sie eine panamesische Unabhängigkeitsbewegung gegen Kolumbien unterstützten, die den USA nach ihrem Sieg eine immerwährende Kontrolle über die Kanalzone versprach. Zum Zeitpunkt der Einweihung des Panama-Kanals - 1914 - hatte sich die US-amerikanische Einflusssphäre in der Karibik bereits erheblich ausgedehnt. Die Jungferninseln und Puerto Rico waren in den Besitz der USA gekommen; Haiti, die Dominikanische Republik, Nicaragua, Panama und Kuba hatten den Status von Protektoraten.
Bis zum Eintritt in den Ersten Weltkrieg durchlebte die amerikanische Gesellschaft eine Krise der eigenen nationalen Identität, die einerseits durch die noch unsichere Rolle in der Weltpolitik, andererseits durch die Folgen der raschen Industrialisierung ausgelöst wurde. Das dadurch veränderte soziale Gefüge wurde durch die Masseneinwanderung seit den 1880er Jahren noch zusätzlich erschüttert.
Ab den 1890er Jahren stammte diese so genannte Neue Einwanderung erstmalig nicht mehr überwiegend aus Westeuropa und Skandinavien, sondern aus Süd- und Osteuropa. Sie löste eine Welle von Fremdenfeindlichkeit aus, da diese Immigranten in dem Ruf standen, nicht assimilierungswillig und unfähig zu sein, die amerikanische Demokratie und ihre Werte zu verstehen und zu akzeptieren. Viele Stimmen sprachen von Einwanderungsbeschränkungen und der Einführung eines Kriterienkatalogs, den die Immigranten bei gewünschter Einwanderung erfüllen sollten, wie zum Beispiel Schreib- und Lesetests. Es ist sicherlich kein Zufall, dass das Theaterstück "The Melting Pot" von Israel Zangwill in dieser Zeit uraufgeführt wurde und damit den Begriff "Schmelztiegel" als Bild für eine Gesellschaft einführte, die hoffte, die vielen Einwanderungsgruppen zu einem Ganzen zusammenschmelzen und eine Einheit bilden zu können.
Hatte 1870 jeder vierte Amerikaner in einem städtischen Gebiet gewohnt, so war es 1890 etwa jeder dritte, und bis Ende des Ersten Weltkrieges 1918 wohnten mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Die schnelle Verstädterung und zunehmende Größe und Anzahl von Immigranten-Ghettos in den urbanen Zentren der Ostküste und des Mittelwestens führte zu sozialen Problemen, die befürchten ließen, dass sich in großen Städten allmählich Keimzellen sozialen Unfriedens und Aufruhrs bildeten.
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09. Februar 2012
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Inhalt
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USA -Geschichte, Wirtschaft, Gesellschaft
Die Autoren
Editorial
Von den Kolonien zur geeinten Nation
Weg zur Weltmacht 1898 bis 1945
Kalter Krieg von 1945 bis 1989
Aufbruch in eine "Neue Weltordnung"
Grundzüge des Wirtschaftslebens
Gesellschaftsstruktur und -politik
Vereinigte Staaten im Vergleich
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Die Vereinigten Staaten von Amerika: Vorbild für die einen, Feindbild für die anderen. Kaum eine andere Nation vermag es, die Gemüter so intensiv zu vereinen oder zu spalten. Die USA, das Land der Superlative und Extreme, in einem Dossier.
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