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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 49/2007)

Management als Museumsaufgabe


Anja Dauschek
Inhalt

Einleitung

Finanzierung und Marketing

Neues Steuerungsmodell und Verselbständigung

Neue Perspektiven

Leitbilder als Ausgangs- und Zielpunkt

Planung, Kennzahlen, Evaluation

Benchmarking und Kennzahlen

Markenbildung und strategische Planung

Ausblick

Einleitung
Wirtschaftliches Denken ist das Gebot der Stunde" - dieses Postulat der Kultusministerkonferenz fasst die Ausrichtung der Diskussion zum Thema Museumsmanagement für die 1990er Jahre prägnant zusammen.[1] Heute, mehr als eine Dekade später, stehen nicht mehr allein die Zahlen, sondern vielmehr die Qualität der Museumsarbeit im Blickpunkt. Museumsmanagement wurde von einer belastenden Pflicht zur akzeptierten Steuerungsaufgabe.

Zur Person
Anja Dauschek
Dr. phil., geb. 1966; Leiterin des Planungsstabs Stadtmuseum Stuttgart, Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart, Eichstraße 9, 70173 Stuttgart.
E-Mail: anja.dauschek@stuttgart.de

In den 1990er Jahren kamen zwei Entwicklungen zusammen: Auf der einen Seite gab es durch den Museumsgründungsboom in den 1980er Jahren[2] sehr viele Museen, deren Kosten stärker als in anderen kommunalen Kulturbetrieben stiegen.[3] Auf der anderen Seite erlebte die öffentliche Hand nach der Wiedervereinigung und mit der anschließenden Rezession eine finanzielle Krise,[4] die von Museen und anderen Kultureinrichtungen ein stärkeres wirtschaftliches Denken und Handeln forderte. Museen sollten mit den vorhandenen Ressourcen effizienter arbeiten und gleichzeitig höhere eigene Einnahmen erwirtschaften.

Aber: Die Besuchszahlen, die in den 1980er Jahren - trotz eines stärkeren öffentlichen Interesses an Ausstellungen insgesamt - in den einzelnen Museen nur wenig gestiegen waren, gingen in den 1990er Jahren zurück. In der Rezession fehlten Spenden und Sponsorengelder, und Museen fühlten sich "unter Rentabilitätsdruck"[5]. Dazu sahen sich museale Einrichtungen einer grundsätzlichen Kritik ausgesetzt: Mit der zunehmenden Bedeutung neuer Medien wurde die "Erkenntnisform der Objektanschauung" und damit implizit die Grundlage der Museumsarbeit hinterfragt.[6] Die Konkurrenzfähigkeit der Museen im Vergleich zu anderen Kultur- und Freizeiteinrichtungen stand zur Diskussion. Diese komplexe Ausgangslage findet sich in der Diskussion um neue Managementansätze für Museen in den 1990er Jahren wieder. In verschiedenen Verknüpfungen wurden finanzielle, rechtliche, organisatorische, inhaltliche und publikumsbezogene Aspekte als Lösungsansätze diskutiert. Im Mittelpunkt standen Fragen der Finanzierung, des Marketings, das Neue Steuerungsmodell (NSM) und die Möglichkeiten der Verselbstständigung.
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10. Februar 2012
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Museen und Gesellschaft
Editorial
Das Museum im Zeitalter von Web 2.0 - Essay
Konstruktion von Geschichte in Museen
Neue Museen - neue Geschichte?
Management als Museumsaufgabe
Museen, Beutekunst und NS-Raubkunst
Das Museum als sozialer Faktor
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