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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 24/2001)

Sozio-ökonomische Aspekte nachhaltigkeits-
orientierten Konsumwandels


Joachim H. Spangenberg / Sylvia Lorek
Inhalt

I. Einleitung

II. Nachhaltiger Konsum - Was ist das?

III. Ökologischer Konsum - Was können Haushalte tun?

IV. Konsumwandel als Beitrag zu einer integrierten nachhaltigen Entwicklung

V. Wohlstand, Konsum und Umwelt

VI. Fazit und Ausblick: Für einen Genuss ohne Reue

I. Einleitung
Ein für die Entwicklung nachhaltiger Produktions- und Konsummuster zentraler gesellschaftlicher Akteur sind die privaten Haushalte. Sie sind die wirtschaftlichen Einheiten, in denen der Lebensalltag einschließlich Beruf und gesellschaftlichem Leben für eine Person allein oder für mehrere gemeinsam organisiert wird. Hierzu sind Entscheidungen über die Ausstattung und Größe der Haushalte nötig, die sich in wirtschaftlichem Handeln genauso niederschlagen wie die Entscheidungen über die Aufteilung von Arbeits-, Sozial- und Freizeit oder den Einsatz der Ausstattung zur Erfüllung bestimmter Bedürfnisse. Dabei treffen diese Haushaltsentscheidungen eine Wahl zwischen unterschiedlichen Varianten der Bedürfniserfüllung, die zum Teil auch auf den gewünschten Nebenfunktionen von Produkten wie Statussymbol, Selbstdefinition oder Abgrenzung gegenüber anderen beruht [1] .

  • PDF-Version: 67 KB

  • Zur Person
    Joachim H. Spangenberg
    Dipl. Biologe, geb. 1955; Vizepräsident des Sustainable Europe Research Instituts, Wien/Köln.

    Anschrift: Große Telegraphenstr. 1, 50676 Köln,
    E-Mail: JoachSpangenberg@aol.com

    Veröffentlichungen u. a.: Umwelt und Entwicklung, Marburg 1991; (Hrsg.) Towards Sustainable Europe, Luton 1995; (zus. mit Roda Verheyen) Die Praxis der Kreislaufwirtschaft, Bonn 1998.

    Das Streben der Menschen bei der Organisation des Alltags wie der Freizeit geht dahin, ein "gutes Leben" [2] zu haben; was jedoch darunter verstanden wird, ist individuell verschieden.

    Zur Person
    Sylvia Lorek
    Dipl. Ökotrophologin und Volkswirtin, geb. 1962; freiberufliche Beraterin zu nachhaltigem Konsum und Mitarbeiterin des Sustainable Europe Research Instituts, Wien/Köln.

    Anschrift: Glatzerstr. 3, 51491 Overath.

    Veröffentlichungen u. a:. Kann denn Kaufen Sünde sein, Bad Honnef 1997; (zus. mit Anke Valentin) Nachhaltiger Konsum in unseren Städten, Bonn 1999; (zus. mit Joachim H. Spangenberg) Indicators for Environmentally Sustainable Household Consumption, in: International Journal of Sustainable Development, 4 (2001) 1.

    Es gibt folglich nicht das Leitbild eines zukunftsfähigen Konsums. Die Individualität der Konsumentenentscheidungen ist ein konstitutives Element der modernen demokratischen und pluralistischen Gesellschaft, das von Szenarien nachhaltiger Lebensweisen nicht in Frage gestellt wird [3] . Allerdings werden Konsumenten-Entscheidungen heute wie zukünftig stark von den Rahmenbedingungen beeinflusst. Dazu zählen politische Rahmensetzungen, Preise, verfügbare Technologien, Einkommensniveau und Einkommensverteilung, gesellschaftliche Normen und gruppenspezifische Leitbilder sowie nicht zuletzt die Einflüsse von Werbung und Marketing.

    Ein Teil dieser Faktoren wird im Folgenden in seinem Bezug zur Nachhaltigkeit (mit Schwerpunkt Umweltrelevanz) des privaten Konsums diskutiert; zur Abschätzung ihrer Wirkungen sind jedoch zuvor einige methodische Festlegungen erforderlich.
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    30. Juli 2010
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    Inhalt
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    Verbraucherpolitik - Nachhaltigkeit
    Editorial
    Die Idee der Nachhaltigkeit als zivilisatorischer Entwurf
    Grundlinien einer modernen Verbraucherpolitik
    Präventiver Verbraucherschutz: Vorbeugen ist besser als Heilen
    Sozio-ökonomische Aspekte nachhaltigkeits-
    orientierten Konsumwandels
    Die Wende in der Landwirtschaft
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