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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 28-29/2005)
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Vom Entwicklungsstaat zum Staatsverfall |

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Wolfgang Hein
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Der aktuelle Diskurs über Staatsverfall, fragile oder prekäre Staatlichkeit geht davon aus, dass moderne Nationalstaatlichkeit die generelle Norm der politischen Organisation eines Territoriums darstellt. Dies setzte sich weitgehend mit dem Prozess der Dekolonisierung und mit der Dominanz modernisierungsorientierter Konzepte von Entwicklungszusammenarbeit und Entwicklungspolitik in der Nachkriegszeit durch.
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Zur Person |
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Wolfgang Hein Dr. rer. soc., geb. 1949; wissenschaftlicher Referent am Deutschen Übersee-Institut Hamburg und apl. Professor an der Universität Hamburg;
DÜI, Neuer Jungfernstieg 21, 20354 Hamburg.
E-Mail: hein@duei.de
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Die Entwicklung nationalstaatlicher Strukturen war zunächst einmal eine Voraussetzung für die Akzeptanz der politischen Unabhängigkeit eines postkolonialen Nationalstaats und seine Eingliederung in eine vom westfälischen Modell internationaler Beziehungen geprägte Weltgemeinschaft. Die Stabilisierung und Ausdifferenzierung staatlicher Strukturen wurde als Grundlage von Modernisierungsprozessen in "traditionellen Gesellschaften" gesehen. Vereinfachend kann man sagen, dass bis in die siebziger Jahre hinein "Staatlichkeit" auch dort, wo sie objektiv "fragil" war, nicht als "prekär", sondern als "in Entwicklung" betrachtet wurde.
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10. Februar 2012
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Aus Politik und Zeitgeschichte |
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Nation und Nationalismus
Der Nationalismus bleibt ein geschichtsmächtiger Faktor. Die Idee der Nation wurde zum Motor der Neugestaltung Osteuropas. Bringt der Nationalstaat im Globalisierungszeitalter ausreichend Integrationskraft auf, um die Stabilität von Gesellschaften zu gewährleisten? |
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