Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index
Suche

Themen
Publikationen
Arbeitsmaterialien Medien
Aus Politik und Zeitgeschichte
AV-Medienkatalog
CD-ROM/ CD/ DVD
Einzel-
publikationen
Entscheidung im Unterricht
Filmhefte
fluter
HanisauLand
Informationen zur politischen Bildung
Info aktuell
Internet-Angebote
Mobile Angebote
Karten
Pocket
Rechtsreihe
Schriftenreihe
Spicker Politik
Thema im Unterricht
Themenblätter im Unterricht
Themen und Materialien
Zeitbilder
Spiele
Sonstige
Was geht?
Suche
Veranstaltungen
Wissen
Lernen


Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 49/2008)

Bildungsgerechtigkeit - Essay


Josef Kraus
Inhalt

Einleitung

Gleichheit versus Freiheit

Gerechtigkeits-Rhetorik

Schiefe internationale Vergleiche

Bildungsexpansion durch ein differenziertes Schulwesen

Eine gerechte Schule ist eine Schule der Leistung

Was noch notwendig und möglich ist

Einleitung
Deutschland hat in den ersten drei PISA-Studien unterschiedlich gut abgeschnitten. 2000 und 2003 erreichte es ein Ergebnis im Mittelbereich der OECD-Staaten, 2006 schloss es in der internationalen Rangfolge zum vorderen Viertel auf und ließ sogar das hochangesehene Schweden hinter sich. Insgesamt ist durch die PISA-Studien eine lebhafte bildungspolitische Debatte in Deutschland angestoßen worden. Diese Debatte ist zum Teil hilfreich, zum Teil aber auch überzogen und wird für andere Zwecke instrumentalisiert. Zuletzt wurde PISA vor allem sozialpolitisch diskutiert. "Bildung ist die soziale Frage des 21.Jahrhunderts", so heißt es. Das ist richtig. Zugleich gilt: Sozial ist, was Arbeitsplätze erhält beziehungsweise neu schafft. Bildung ist dabei ein wichtiges - wenngleich nicht das einzige - Vehikel zur Verbesserung von Chancen. Eine formal höhere Bildung kann individuelle Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern, sie verschärft aber zugleich den Konkurrenzkampf. Der britische Politikwissenschaftler Colin Crouch wundert sich daher nicht zu Unrecht, dass manche Politiker auf Bildung setzen, dabei aber übersehen, dass nur eine Minderheit in den Genuss des Aufstiegs kommen könne.

Zur Person
Josef Kraus
Diplompsychologe, geb. 1949; Oberstudiendirektor an einem bayerischen Gymnasium; ehrenamtlich Präsident des Deutschen Lehrerverbandes; Fürstenstraße 59, 84030 Ergolding.
E-Mail: josef.kraus@landshut.org

Gleichwohl hat Bildung eine bedeutende soziale und eine mindestens gleichberechtigte personale Dimension. Bildung ist Zweck und Mittel der Persönlichkeitsentwicklung. Nur durch Bildung können sich Menschen zu mündigen Mitgliedern eines freiheitlichen, demokratischen und rechtsstaatlichen Gemeinwesens entwickeln. Bildung sollte deshalb nicht zum bloßen Vehikel von Sozialpolitik werden. Höchst bedenklich wäre aber auch eine völlige Indienstnahme der Bildung durch die Wirtschaftspolitik, denn eine fortschreitende Ökonomisierung der Bildung könnte dazu führen, dass "unrentable" Bildungsangebote gerade zulasten sozial Schwächerer wegrationalisiert würden.
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home
10. Februar 2012
Druck-Version
Artikel versenden
PDF-Version
Bestellen
Inhalt
Bild vergrößern
Bildung und Chancen
Editorial
Bildung, Interesse, Bildungsinteresse - Essay
Bildungsgerechtigkeit - Essay
Migrantenkinder im Bildungssystem: doppelt benachteiligt
"Du musst einfach an Dich glauben ..." - vom Aufstieg durch Bildung
Jugendarbeitslosigkeit und die Not und Leidenschaft des Lernens
Das Tor zur Universität - Abitur im Wandel
Lexikonsuche
Suchwort:
Lexika:
Spezial
Schule und Integration
Schule und Integration
Scheitert die Integration an deutschen Schulen? Lässt unser Bildungssystem Kinder von Armen und Migranten chancenlos zurück? Das Spezial bietet Fakten, Analysen und Lösungsvorschläge.
Schule und Integration