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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 7/2008)

Stabilität des internationalen Finanzsystems


Wolfgang Filc
Inhalt

Einleitung

Aufgaben monetärer Märkte

Vertrauen in die Finanzmärkte

Flexible Wechselkurse und ihre Folgen

Mengen- und Preisprobleme

Die Ursachen mangelnder Effizienz

Was tun?

Aufgaben monetärer Märkte
Der "monetäre Markt" kennzeichnet die Gesamtheit von Angebot und Nachfrage nach Geld. Er ist Ergebnis von Salden zwischen Einnahmen und Ausgaben im Einkommenskreislauf (oder Leistungskreislauf). Sind die Einnahmen aus abgegebenen Leistungen höher als die Ausgaben für in Anspruch genommene Leistungen, so steigt das Nettogeldvermögen dieser Wirtschaftseinheit. Umgekehrtes vollzieht sich bei einem Überschuss der Ausgaben über die Einnahmen; das Geldvermögen sinkt oder der Schuldenstand nimmt zu. Der Ausgleich von Salden im Leistungskreislauf geschieht im Finanzkreislauf. Deshalb sind Finanz- ohne Gütermärkte nicht denkbar, wohl aber Güter- ohne Finanzmärkte (Warentauschwirtschaft). Wozu also Finanzmärkte? Sie sollen einen Beitrag leisten für hohes Wirtschaftswachstum, niedrige Arbeitslosigkeit, hohes Einkommen, das bei niedriger Inflationsrate. Finanzmärkte haben Gütermärkten zu dienen. Dafür müssen sie effizient funktionieren.

Letztlich geht es um Stabilisierungseffizienz, um das Erreichen gesamtwirtschaftlicher Zielsetzungen - Beschäftigung, Wirtschaftswachstum, Preisniveaustabilität. Das wiederum setzt Allokationseffizienz voraus. Sie ist gegeben, wenn die Ressourcen in ihre produktivsten Verwendungen gelenkt werden. Finanzmärkte erhalten hierbei ihre eigenständige Bedeutung, weil wirtschaftliche Transaktionen mit Kosten verbunden sind. Finanzmärkte sollen wie ein Schmiermittel für den reibungslosen Ablauf güterwirtschaftlicher Vorgänge sorgen. Dabei sollten die Kosten von Finanzmarkttransaktionen möglichst gering sein. Denn diese treiben einen Keil zwischen die Finanzierungsaufwendungen von Kreditnehmern und den Zinsertrag, der Sparern nach Abzug von Kosten zufließt. Je höher diese Kosten sind, desto geringer sind gesamtwirtschaftliche Ersparnisse, Investitionen und Wirtschaftswachstum. Damit Finanzmärkte diese den Wohlstand mehrende Kriterien erfüllen können, müssen alle bewertungsrelevanten Informationen sofort und vollständig in Preisen und Renditen von Finanztiteln korrekt ausgedrückt werden. Ohne effiziente Finanzmärkte sind wirtschaftliche Fehlentwicklungen nicht zu vermeiden.
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10. Februar 2012
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Inhalt
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Internationale Finanzpolitik
Editorial
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