Schriftenreihe (Bd. 719)

Wäre es schön? Es wäre schön!

Rudolf Herrnstadt war SED-Funktionär und Chefredakteur der Zeitung "Neues Deutschland". 1953 kritisierte er die Politik Ulbrichts. Das DDR-Regime erklärte ihn damit zur Unperson. Herrnstadts Tochter schildert die Lebensgeschichte ihres Vaters: Ein fesselndes Epochenbild, das man in keinem Geschichtsbuch findet.

4,50

Inhalt

Rudolf Herrnstadt (1903-1966) war der bekannteste Pressemann der frühen DDR, bevor er aus der SED ausgestoßen und in die Provinz verbannt wurde. In drei eindringlichen Bildern zeichnet Irina Liebmann das Porträt ihres Vaters: "Vor dem Gewitter" beschreibt den journalistischen Aufstieg des jungen Mannes aus bürgerlichem Elternhaus und die Anfänge seiner politischen Arbeit bis 1933. Im "Kriegsbild" erfährt man, wie Herrnstadt sich von Moskau aus für ein Ende des Krieges einsetzt. Das "Trümmerbild" schließlich zeigt ihn als charismatischen Gestalter und Denker, der versucht, in Ostberlin seine gesellschaftspolitische Vision zu verwirklichen – und tragisch scheitert. Durch die Schilderung der Autorin wird ein Stück Zeitgeschichte lebendig.



Autor: Irina Liebmann, Seiten: 413, Erscheinungsdatum: 15.01.2009, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1719