Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index
Suche

Themen
Publikationen
Arbeitsmaterialien Medien
Aus Politik und Zeitgeschichte
AV-Medienkatalog
CD-ROM/ CD/ DVD
Einzel-
publikationen
Entscheidung im Unterricht
Filmhefte
fluter
HanisauLand
Informationen zur politischen Bildung
Info aktuell
Internet-Angebote
Mobile Angebote
Karten
Pocket
Rechtsreihe
Schriftenreihe
Spicker Politik
Thema im Unterricht
Themenblätter im Unterricht
Themen und Materialien
Zeitbilder
Spiele
Sonstige
Was geht?
Suche
Veranstaltungen
Wissen
Lernen


Aus Politik und Zeitgeschichte (B 19-20/2000)

Politikverdrossenheit in Ost und West?


Einstellungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Wolfgang Gaiser / Martina Gille / Winfried Krüger / Johann de Rijke
Inhalt

I. Was heißt Politikverdrossenheit?

II. Aspekte von Politikverdrossenheit

III. Zunehmende Politikverdrossenheit 1992-1997?

IV. Politikverdrossenheit - nicht nur ein Jugendphänomen?

V. Fazit

III. Zunehmende Politikverdrossenheit 1992-1997?
Vergleicht man die Ergebnisse der beiden Erhebungswellen des DJI-Jugendsurveys (vgl. Tabellen 1, 3 und 7), so zeichnen sich im Bereich der subjektiven Wichtigkeit von Politik ganz unterschiedliche Entwicklungen in den alten und neuen Bundesländern ab.

Die westdeutschen Befragten zeigen im Jahre 1997 ein höheres politisches Interesse und halten in Bezug auf die subjektive politische Kompetenz ihr relativ hohes Niveau von 1992. Demgegenüber ist bei den ostdeutschen Befragten ein Rückgang festzustellen, so dass sich die Distanzen zwischen beiden Landesteilen noch vergrößern. Die Befürwortung der Idee der Demokratie ist in beiden Landesteilen etwas gesunken, sie hat aber nach wie vor ein hohes Niveau. Die Zufriedenheit mit der Demokratie ist seit 1992 in den neuen Bundesländern deutlich zurückgegangen, und auch das Vertrauen in die Reaktionsbereitschaft des politischen Systems hat leicht abgenommen, während im Westen beides stabil geblieben ist. Das Vertrauen in die Institutionen hat sich zwischen 1992 und 1997 kaum verändert. Die Beurteilung politischer Parteien bleibt nach wie vor sehr unterschiedlich in West und Ost: Die Verteilung der Präferenzen ist aufgrund der starken Sympathie für die PDS im Osten anders als im Westen; die Zustimmung zu den Parteien hat im Osten seit 1992 abgenommen, außer für die PDS. Fast in allen der dargestellten Aspekte gibt es klare Ost-West-Unterschiede, außer bei der Bewertung der inhaltlichen Prinzipien der Demokratie.

Berücksichtigt man, dass die 1997 ermittelten Ost-West-Unterschiede häufig aus einem Anwachsen der Differenzen seit 1992 resultieren, kann in dieser Entwicklung ein Auseinanderdriften gesehen werden. Insgesamt fügen sich die Untersuchungsergebnisse beider Landesteile nicht zu einem Bild zusammen, bei dem die Übereinstimmung dominiert.
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home
10. Februar 2012
Druck-Version
Artikel versenden
Inhalt
Bild vergrößern
Jugend in Deutschland
Editorial
100 Jahre Jugend in Deutschland
Politikverdrossenheit in Ost und West?
Der Jugend eine Zukunft
Der Umgang mit Aggression und Gewalt bei Kindern und Jugendlichen
Lexikonsuche
Suchwort:
Lexika: