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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 39/2008)

Globalisierung der Medien und transkulturelle Kommunikation


Andreas Hepp
Inhalt

Einleitung

Globalisierung der Medienkommunikation

Transkulturelle Großregion: Europäische Öffentlichkeit als Beispiel

Deterritoriale Vergemeinschaftungen: Das Beispiel kommunikativer Mobilität in Diasporas

Folgerungen: Herausforderungen transkultureller Kommunikation

Einleitung
Im Jahr 1977 veröffentlichte der britische Soziologe Jeremy Tunstall das Buch "The Media are American". Während in Europa viele technische und kulturelle Innovationen im Bereich der Massenmedien stattfanden, wurden diese in den USA erfolgreich industrialisiert - war das Hauptargument des Autors. Rund 30 Jahre später, nämlich 2008, erschien nun Tunstalls Buch "The Media were American". Die Kernthese dieses Buchs lautet, dass sich seit den 1980er Jahren so viel im Hinblick auf Medien in ihrem globalen Kontext geändert hat, dass das Argument, die Medien seien amerikanisch, nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. So hat man eine Zunahme kulturübergreifender Kommunikation - kurz: transkultureller Kommunikation[1] -, jedoch wird diese nicht einfach von den USA aus dominiert, sondern es bestehen hier wesentlich komplexere Kommunikationsbeziehungen.

Zur Person
Andreas Hepp
Dr. phil., geb. 1970; Professor für Kommunikationswissenschaft am Institut für Medien, Kommunikation und Information (IMKI), Universität Bremen, Enrique-Schmidt-Straße 7, 28359 Bremen.
E-Mail: Andreas.Hepp@uni-bremen.de
Internet: www.imki.uni-bremen.de

In der Fernsehserienproduktion haben beispielsweise Lateinamerika (durch die dortigen Telenovelas) oder Europa (mit seinen Fernsehformaten wie Big Brother oder Who wants to be a Millionaire) bzw. Indien (mit seiner Filmproduktion) gegenwärtig international einen größeren Stellenwert als amerikanische Produkte in diesen Ländern. Eine besondere Rolle spricht Jeremy Tunstall allerdings digitalen Medien (WWW, E-Mail, Mobiltelefon etc.) zu, wenn er formuliert: "Telecommunications (not mass media) has the most global potential - since the Internet, consumer credit, and plain old phone calls use telecommunications networks."[2]
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10. Februar 2012
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Neue Medien - Internet - Kommunikation
Editorial
Raumzeitliche Struktur im Internet
Globalisierung der Medien und transkulturelle Kommunikation
Aus Vielen wird das Eins gefunden - wie Web 2.0 unsere Kommunikation verändert
Perspektiven eines alternativen Internet
Internetnutzung von Migranten - ein Weg zur Integration?
Kinder und Jugendliche zwischen Virtualität und Realität
Psychische Folgen der Internetnutzung
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