Das Kapitel 28 der Agenda 21 erteilt unter dem Titel "Initiativen der Kommunen zur Unterstützung der Agenda 21" einen Handlungsauftrag an die Gemeinden.
Dieser Handlungsauftrag lässt sich definieren als gemeinsamer Konsultationsprozess der Kommune mit den Bürgern, in dem bis 1996 ein langfristiger kommunaler Aktionsplan entwickelt werden sollte, der sich an den Merkmalen des Leitprinzips einer nachhaltigen Entwicklung orientiert.
Den Kommunen wird die im Handlungsauftrag angesprochene Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Agenda 21 nicht ohne Grund zuteil: Nirgendwo übt das Volk seine Macht so unmittelbar aus wie in der Gemeinde, der "Schule der Demokratie."
Selbst die derzeitige radikale Veränderung menschlicher Lebensgewohnheiten durch die Globalisierung stärkt die Bedeutung des Lokalen mehr, als dass sie sie schwächt: "Globalisierung heißt gerade nicht automatisch und einseitig, eindimensional Globalisierung - eine der nicht auszutrocknenden Quellen für Missverständnisse in dieser Debatte. Vielmehr kommt es bei der Betonung des ,g-words, im Gegenteil überall zu einer neuen Betonung des Lokalen", meint z. B. Ulrich Beck.
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