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Das Jahr 1937 war die Zeit eines radikalen und irreversiblen Bruchs in der sowjetischen Geschichte. Besonders die Metropole Moskau war auf dem Höhepunkt der stalinistischen Diktatur. Schlögel rekonstruiert, wie sich die Repressionen eines Notstandsregimes zum "Großen Terror" steigerten, dem innerhalb eines Jahres 1,5 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Im Schatten dieses Terrors wollte das Regime um Stalin eine neue Gesellschaft aufbauen. Gestützt auf zahllose Dokumente vergegenwärtigt Schlögel eine Zeit, in der Terror und Traum fließend ineinander übergingen. Für den Historiker liegt Moskau 1937 auf einer Bruchstelle der europäischen Zivilisation, es gehört daher zur Selbstverständigung darüber, was das 20. Jahrhundert für Europa war.
Autor: Karl Schlögel, Seiten: 811, Erscheinungsdatum: 04.02.2009, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1733


