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Informationen zur politischen Bildung (Heft 265)
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Märzrevolution und Liberalisierung |

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Günter Wollstein
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Februarrevolution in Frankreich |
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Das auslösende Signal, das Europa weithin mobilisierte, kam aus Paris, wo republikanische Demonstrationen zu einem Aufstand mit Barrikadenkämpfen führten, der am 25. Februar 1848 nach der Abdankung König Louis Philippes zur Ausrufung der Zweiten Republik in Frankreich führte. Eine provisorische Regierung, gebildet aus bürgerlichen Republikanern und Sozialisten, verkündigte ein politisches Reformprogramm, das politische Vorhaben wie die Einführung des allgemeinen Wahlrechts und soziale Anliegen wie das Auffangen der Arbeitslosen in Mobilgarden und "Nationalwerkstätten" umfasste.
Umgehend verbreitete sich Aufbruchstimmung in Europa, und in einer Kettenreaktion folgte im Monat März eine Vielzahl paralleler, sich wechselseitig stützender Revolutionen mit dem Ziel einer neuen, von den Völkern getragenen Ordnung. In dieser "Märzrevolution", konzentriert auf Metropolen von Karlsruhe bis Budapest, Wien und Prag sowie von Berlin bis Mailand, wurden viele, zunächst als unumkehrbar angesehene Erfolge erstritten.
Die Menschen glaubten an den naturnotwendigen Anbruch einer neuen Ära, die Freiheit und Prosperität, Recht und Frieden bringen würde. Vielfach verbreitete sich eine feierliche, festliche, glückliche Stimmung, und es herrschte ein nahezu naives Vertrauen, dass mit dem politischen Umschwung die anstehenden und vielfach unterschätzten Probleme bereits gemeistert seien. Flächendeckend breitete sich die revolutionäre Bewegung über den Deutschen Bund aus, obwohl dieser wegen seines föderativen Aufbaus an sich für eine Revolution denkbar ungeeignet war. Jetzt kam zum Tragen, dass im Vormärz viele Modernisierungen eingesetzt hatten, deren Entwicklung zwar von den Regierungen künstlich abgebremst, aber nicht völlig zum Erliegen gebracht worden war. Dank der neuen technischen Möglichkeiten, etwa des Eisenbahnnetzes und der vorzugsweise entlang der Bahnstrecken verlegten elektromagnetischen Telegraphenlinien, weiteten sich Kommunikation und Mobilität schlagartig aus. Die politische Öffentlichkeit wuchs dadurch nochmals sprunghaft an; damit begann, nicht zuletzt in Deutschland, das Zeitalter der Meinungsvielfalt. |
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10. Februar 2012
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Informationen zur politischen Bildung |
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Das 19. Jahrhundert 1
Die Grundlagen für die gegenwärtigen politischen Systeme der europäischen Staatenwelt wurden im 19. Jahrhundert geschaffen: von Monarchien zu demokratischen Verfassungsstaaten. |
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Informationen zur politischen Bildung |
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Das 19. Jahrhundert 2
Im Blickpunkt dieser Ausgabe steht die wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Entwicklung, die durch die Industralisierung Europas im 19. Jahrhundert angestoßen wurde. |
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