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Schriftenreihe (Bd. 685)

Das letzte Tabu



Herausgeber Wolfram Wette
Detlef Vogel
Seiten 507
Erscheinungsdatum 13.03.2008
Erscheinungsort Bonn
Bestellnummer 1685
Bereitstellungs-
pauschale
 
4,50 EUR

Inhalt
Der Begriff "Kriegsverrat" bezeichnete bis 1945 einen Landesverrat durch Angehörige der Wehrmacht während des Krieges. Diese unpräzise Definition gab der NS-Militärjustiz einen Spielraum, innerhalb dessen man die unterschiedlichsten Erscheinungsformen von abweichendem und widerständigem Handeln mit der Höchststrafe verfolgen konnte: der Todesstrafe.

Das Buch dokumentiert und kommentiert Anklageschriften und Urteile gegen "Kriegsverräter" und belegt, dass es sich bei diesen meist um "kleine Leute" in Uniform handelte, die Widerstand zu leisten versuchten oder durch oppositionelles Verhalten auffielen. Oft reichte es, Kommunist, Pazifist, Helfer von Kriegsgefangenen oder Judenretter zu sein, um zum Tode verurteilt zu werden. Das Delikt "Kriegsverrat" entstand vielfach erst in den Köpfen der Kriegsrichter, die aus widerständigen Handlungen eine Begünstigung des Feindes konstruierten.

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09. Februar 2012
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Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg
Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg
Mit dem deutschen Überfall auf Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Als er 1945 endete, lag Europa in Trümmern. Über 55 Millionen Menschen waren tot. Wie konnte es soweit kommen? Und wie sollte es weitergehen mit einem Land, das den größten Zivilisationsbruch der Geschichte begangen hatte?
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