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Schriftenreihe (Bd. 386)
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5.4 Echelon |

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Die angeführten Länder koordinieren ihre Aktionen unter der Führung der National Security Agency (NSA) der USA auf der Grundlage des UKUSA-Abkommens, das im März 1946 geschlossen wurde. Die Vereinigten Staaten und Großbritannien hatten damals durch die Entschlüsselung der im Zweiten Weltkrieg eingesetzten Chiffriermaschinen "Enigma", "Fish" und "Purple" bereits eine Art Tradition in kryptoanalytischen Verfahren. Das in diesem Zusammenhang entstandene Bündnis von USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland wurde in die Form des UKUSA-Signal- und Aufklärungs-Abkommens überführt, welches in erster Linie gegen die UdSSR und andere kommunistisch regierte Staaten gerichtet war. Obwohl das Abkommen anscheinend nur von den Vereinigten Staaten und Großbritannien unterzeichnet ist – genaue Informationen sind aufgrund des geheimen Charakters des Dokuments nicht zugänglich – gehören auch die Geheimdienste einer Anzahl anderer Länder der UKUSA-Gemeinschaft an, wie etwa Deutschland, Österreich, Japan, Norwegen, Südkorea und die Türkei.
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Diese Länder werden manchmal als "Drittbeteiligte" des Abkommens bezeichnet, denn ihr Zugang zu den abgehörten Daten und deren Analyse ist eingeschränkt. Zusätzlich beherbergen einige Länder wie z. B. China Stationen der UKUSA-Signalaufklärung (Signals Intelligence, SIGINT) oder nehmen in anderen begrenzten Formen an der SIGINT der UKUSA-Länder teil. Die UKUSA-Mitglieder verständigten sich darauf, Terminologie, Codewörter, Methoden des Abhörens und die Geheimhaltungsabkommen, denen jede mit Aufgaben der UKUSA betraute Person zustimmen muss, aus Gründen von Effizienz und Sicherheit zu standardisieren. Über die Jahre entwickelte sich die UKUSA-Partnerschaft zu einer einzigartigen überstaatlichen Körperschaft, die dem Blick der Öffentlichkeit vollkommen verborgen blieb. Das Hauptquartier dieser virtuellen Nation war und ist Crypto City, die Gebäude der NSA in Fort Meade im US-Bundesstaat Maryland.
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10. Februar 2012
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