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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 52/2008)

Der Papst als Medienstar


René Schlott
Inhalt

Einleitung

Die Päpste und die Medien

Starpotential Papstamt

Benedikt - Medienstar wider Willen

Einleitung
Bei 250 Pastoralreisen besuchte er 128 Länder der Erde. Dabei legte er schätzungsweise 1,3 Millionen Kilometer zurück und umrundete die Erde mehr als 30 Mal. Ungefähr 18 Millionen Menschen begegnete er allein bei seinen wöchentlichen Generalaudienzen in Rom. Mehr als 1000 Mal traf er mit Politikern aus aller Welt im Vatikanpalast zusammen. 200 Staats- und Regierungschefs und fast vier Millionen Gläubige pilgerten nach seinem Tod in die Ewige Stadt.

Zur Person
René Schlott
M.A., geb. 1977; Historiker; Doktorand am Graduiertenkolleg "Transnationale Medienereignisse von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart", Justus- Liebig-Universität Gießen, Otto-Behaghel-Str. 10 C 1, 35394 Gießen.
Internet: www.uni-giessen.de/

Wahrscheinlich war er der meistfotografierte und -gefilmte Mensch der Geschichte. Womöglich ist nie zuvor ein Einzelner mit so vielen Menschen in Kontakt getreten: unmittelbar durch die Begegnung auf Audienzen oder Reisen, mittelbar über die Massenmedien. Mehr als zwei Milliarden Zuschauer sollen allein sein Requiem an den Fernsehbildschirmen verfolgt haben. Das Institut "Global Language Monitor" hat über 100 000 Zeitungsartikel und zwölf Millionen Internetzitate gezählt, die weltweit anlässlich seines Todes erschienen sind.[1]

Er war der Papst der Superlative und ein medialer Superstar. Die Rede ist von Karol Wojtyla, dem "Great Communicator",[2] der als Papst Johannes Paul II. fast 27 Jahre lang an der Spitze der katholischen Kirche stand.
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15. März 2010
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