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Informationen zur politischen Bildung (Heft 269)
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Modernisierung |

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Rainer Geißler
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Das Konzept der Modernisierung ist durchaus nicht unumstritten. Es wird in verschiedenen Bedeutungsvarianten benutzt und birgt bei unbedachter Verwendung Gefahren: Bestehende Zustände in modernen Gesellschaften können idealisiert und zum einzigen Maßstab einer sinnvollen, wünschenswerten Entwicklung hochstilisiert werden; Widersprüche und Probleme der Moderne können dabei vernachlässigt oder übersehen werden.
Dennoch ist dieses Konzept besser als andere in der Lage, wichtige Entwicklungstendenzen der Sozialstruktur im geteilten und vereinten Deutschland zu bündeln und zu vergleichen. Daher wird in den folgenden Abschnitten die Situation in der DDR als "Modernisierungsdefizit" und der soziale Umbruch in Ostdeutschland als "nachholende Modernisierung" bezeichnet.
Diese Begriffe dürften die Bilanz eines Ost-West-Strukturvergleichs und den wesentlichen Zug der derzeit ablaufenden Transformationsprozesse zutreffend markieren. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der Effizienzproblematik gewidmet. Leistungsdefizite führten zum Zusammenbruch des sozialistischen Systems, und um den Abbau dieser Defizite ging und geht es derzeit im Wesentlichen beim sozialen Umbruch in Ostdeutschland. Um den skizzierten Gefahren des Modernisierungskonzeptes zu entgehen, wird bei der folgenden Darstellung auch auf widersprüchliche Entwicklungen in den beiden deutschen Gesellschaften und auf Probleme und Konflikte des sozialen Umbruchs hingewiesen. |
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10. Februar 2012
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Zahlen und Fakten |
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Die soziale Situation in Deutschland
Wie sind die sozialen Aufgaben in Deutschland verteilt? Und für welche Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft müssen Lösungen gefunden werden? Das Online-Angebot hilft dabei, die soziale Situation in Deutschland besser einschätzen und beurteilen zu können. |
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