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Informationen zur politischen Bildung (Heft 291)
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Risiken und Chancen der Kommunikations- technologie |

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Gebhard Geiger
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Die erste Erfindung nach der des Internets war der Internetmissbrauch. Immer häufiger und schneller folgt die Internetkriminalität dem Entstehen neuer Netzwerktechnologien. Nach Bekanntwerden einer Lücke im Sicherheitsbetrieb elektronischer Informationsnetze dauert es heute in der Regel nur wenige Tage, bis anonyme Täter in der Lage sind, die Schwachstelle mittels groß angelegter Internetangriffe zum Zweck der Computerspionage oder -sabotage auszunutzen.
So hat etwa der Computer-"Wurm" Slammer im Februar 2003 binnen zehn Minuten weltweit neunzig Prozent aller ungeschützten vernetzten Informationssysteme befallen. Milliardenschäden durch Systemausfälle waren die Folge. Angesichts der wachsenden Rasanz und Zerstörungskraft solcher Angriffe bleibt den Sicherheitsexperten meist keine Zeit, durch die Entwicklung und Verbreitung geeigneter Softwarelösungen den Tätern zuvorzukommen.
Diese moderne Variante des Wettlaufs zwischen Hase und Igel ist mehr als nur ein teurer Spaß. Einem Bericht der Internetzeitschrift "SecurityFocus" zufolge gelang es dem Slammer-Wurm, auch in das Sicherheitskontrollsystem des Davis-Besse-Kernkraftwerks im US-Bundesstaat Ohio einzudringen. Das System blieb für nahezu fünf Stunden funktionsunfähig, bis das Betriebspersonal die Störung schließlich bemerkte. Auch wenn das Kernkraftwerk zum Zeitpunkt des Zwischenfalls abgeschaltet war, zeigt das Beispiel dennoch drastisch Art und Ausmaß der Sicherheitsproblematik moderner Informationstechnologien.
Angriffe auf elektronische Informationssysteme gehören inzwischen zum Alltag im Internet, wenn sie auch nicht immer gleich weltweite Schäden verursachen. Umgekehrt sind Computersabotage, -spionage und die Verletzungen des vertraulichen Datenverkehrs bei weitem nicht auf die "populären" Computerviren und das Unwesen der so genannten Computer-Hacker beschränkt. Mit dem Ausbau der elektronischen Daten- und Telekommunikationsnetze haben sich vielmehr auch die politischen und wirtschaftlichen Konfliktpotenziale und Mittel zur Konfliktaustragung in der zivilisierten Welt tief greifend verändert.
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10. Februar 2012
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Informationen zur politischen Bildung |
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Internationale Beziehungen I
Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts haben neue Bedrohungen die Szenarien des Kalten Krieges abgelöst. Vor allem der weltweit agierende islamistische Terror stellt neue Herausforderungen an die europäische und globale Sicherheitspolitik. Die Anschläge in New York im September 2001 lösten weltweit Veränderungen aus. |
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Dossier |
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Islamismus
Seit 9/11 hat ein Wort Hochkonjunktur: Islamismus. Wer sind seine Wortführer? Welche Ziele verfolgen sie? Das Dossier führt ein in Vergangenheit und Gegenwart der extremistischen Herrschaftstheorie, die die Welt des 21. Jahrhunderts vor große Herausforderungen stellt. |
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