Schriftenreihe (Bd. 1197)

Nach dem Strukturbruch?

Seit Mitte der 1970er-Jahre befinden wir uns in einer noch nicht abgeschlossen Phase "nach dem Strukturbruch", so die These der Historiker Anselm Doering-Manteuffel und Lutz Raphael. Anhand von Problemfeldern und Fallstudien aus dem Bereich der Arbeitsbeziehungen und Arbeitswelten werden in diesem Sammelband Einblicke in veränderte Arbeitswirklichkeiten seit den 1970er-Jahren gewährt und auf ihre Stimmigkeit mit der Strukturbruchthese überprüft.

4,50

Inhalt

Lässt sich die Zeit seit Mitte der 1970er-Jahre als eine zusammengehörige, noch nicht abgeschlossene Epoche nach einem Strukturbruch in der Industriemoderne begreifen? Diese These der Historiker Anselm Doering-Manteuffel und Lutz Raphael hat jedenfalls anregend auf die Diskussion um Zäsuren in der Nachkriegsgeschichte gewirkt. Anhand ausgewählter Problemfelder, Beispiele und Fallstudien werden in diesem Sammelband Einblicke in veränderte Arbeitswirklichkeiten seit den 1970er-Jahren gewährt und auf ihre Stimmigkeit mit der Strukturbruchthese überprüft.

Das Feld der Arbeitsbeziehungen und Arbeitswelten ist dabei in besonderer Weise geeignet, Brüche, Wandlungen, aber auch Kontinuitäten in der wirtschaftlichen, sozialpolitischen und gesellschaftlichen Entwicklung sichtbar zu machen. Arbeit ist, auch wenn sie fehlt, bis heute zentrales Strukturmerkmal der Organisation unseres Zusammenlebens. Die Beiträge verweisen auf das Potenzial, das in einer – noch zu leistenden – Zeitgeschichte der Arbeit steckt: Sie könnte, so der Tenor des Buches, die Entstehungsbedingungen auch aktueller Problemlagen und Krisenerscheinungen erklären.



Herausgeber: K. Andresen/U. Bitzegeio/J. Mittag, Seiten: 400, Erscheinungsdatum: 15.12.2011, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1197