Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index
Suche

Themen
Publikationen
Arbeitsmaterialien Medien
Aus Politik und Zeitgeschichte
AV-Medienkatalog
CD-ROM/ CD/ DVD
Einzel-
publikationen
Entscheidung im Unterricht
Filmhefte
fluter
HanisauLand
Informationen zur politischen Bildung
Info aktuell
Internet-Angebote
Mobile Angebote
Karten
Pocket
Rechtsreihe
Schriftenreihe
Spicker Politik
Thema im Unterricht
Themenblätter im Unterricht
Themen und Materialien
Zeitbilder
Spiele
Sonstige
Was geht?
Suche
Veranstaltungen
Wissen
Lernen


Aus Politik und Zeitgeschichte (B 37/2004)

Das gute Leben neu denken


Kulturelle Ressourcen für ein solares Zeitalter
Ulrich Grober
Inhalt

Einleitung

Bilder der Energie

Die Vision vom solaren Zeitalter

Neue Leitbilder

Ressource Kulturgeschichte

Ein europäischer Traum?

Ein europäischer Traum?
Trotz der Meinungsumfragen, die der Solarenergie einen hohen Sympathiewert zusprechen, trotz einiger Erfolgsgeschichten bei dem Versuch, nachhaltige Lösungen auszuarbeiten und ihnen einen "Sitz im Leben" zu geben - von einer größeren Mobilisierung für den Übergang zu einem solaren Zeitalter kann keine Rede sein. Tatsächlich herrscht eine eigenartige, ungute und paradoxe Situation: In dem Moment, wo es allgemein dämmert, dass wir über unsere Verhältnisse gelebt haben und in Zukunft mit weniger auskommen müssen, scheint das Konzept der Nachhaltigkeit an Einfluss zu verlieren. Dabei ist es im Kern eine Strategie der bewussten Reduktion. Gerade dadurch hätte es das Potenzial, in aktuellen Krisen gangbare Auswege zu öffnen. Trotzdem herrscht die Meinung vor, erst mit einem "robusten" Wirtschaftswachstum könne man sich Nachhaltigkeit wieder leisten. Statt den Mut zum Weniger aufzubringen, setzen Politik und Gesellschaft ängstlich auf ein vermutlich illusionäres Mehr an Wachstum.

Es ist eine kühne Idee, in dieser Situation Nachhaltigkeit in das Zentrum eines "Europäischen Traums" zu rücken. Genau diesen überraschenden Versuch unternimmt in seinem gerade erschienenen Buch der amerikanische Autor Jeremy Rifkin.[11] Zunächst diagnostiziert er den "langsamen Tod des Amerikanischen Traums" und die "Universalisierung des Europäischen Traums". Worin bestehen die Unterschiede? "Der Europäische Traum stellt Gemeinschaftsbeziehungen über individuelle Autonomie, kulturelle Vielfalt über Assimiliation, Lebensqualität über die Anhäufung von Reichtum, nachhaltige Entwicklung über unbegrenztes materielles Wachstum."[12] Im 21. Jahrhundert, so Rifkin, verblasse die Attraktivität eines Modells, das vor allem auf individuelle Freiheit setze, die zudem primär als das Recht auf ungehinderten Zugang zu den Ressourcen und uneingeschränkte Akkumulation von individuellen Reichtümern verstanden werde. Diesem amerikanischen Traum stellt er den neuen europäischen Traum entgegen. Dessen Merkmale sind "Lebensqualität, gegenseitiger Respekt vor den Kulturen, eine nachhaltige Beziehung zur Natur und Frieden mit den Mitmenschen".

Mit der Absage an traditionelle Machtpolitik und das Primat ökonomischer Interessen, mit einer entschlossenen Hinwendung zum Prinzip der Vorsorge und einer Kultur der Empathie hätten die Europäer die Lehren aus den Katastrophen ihrer Geschichte und den ökologischen Folgen ihrer Produktionsweise gezogen. Als "leise Supermacht" könnten sie sich gelassen der Zukunft in der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts zuwenden. "Der Europäische Traum ist ein Silberstreifen am Horizont einer geplagten Welt. Er lockt uns in eine neue Zeit der Inklusivität, Diversität, Lebensqualität, spielerischen Entfaltung, Nachhaltigkeit, der universellen Menschenrechte und der Rechte der Natur und des Friedens auf Erden. Wir Amerikaner", so schließt Rifkin, "haben immer gesagt, für den Amerikanischen Traum lohne es sich zu sterben. Für den Europäischen Traum lohnt es sich zu leben."[13]
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home
10. Februar 2012
Druck-Version
Artikel versenden
PDF-Version
Inhalt
Bild vergrößern
Erneuerbare Energien
Editorial
Masterplan gesucht
Die internationale Zusammenarbeit zur Förderung Erneuerbarer Energien
Erneuerbare Energien - Erfolgsgaranten einer nachhaltigen Politik?
Renewables, adaptationspolitisch betrachtet
Das gute Leben neu denken
Lexikonsuche
Suchwort:
Lexika: