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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 49/2006)
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China als Akteur der Weltpolitik |

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Xuewu Gu
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Die Volksrepublik China hat sich dank ihres ununterbrochenen Wirtschaftswachstums von durchschnittlichen acht bis neun Prozent seit Beginn der Reformen zu einem regelrechten Powerhaus der Weltwirtschaft entwickelt. Seit 2004 rangiert das Reich der Mitte als die drittgrößte Handelsnation nur noch hinter den Vereinigten Staaten und Deutschland, aber vor Japan, Frankreich, Italien und Großbritannien.
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Die unmittelbare Konsequenz dieser wirtschaftlichen Erfolge ist ein neues China, das immer selbstbewusster, souveräner und aktiver versucht, die Weltpolitik der Gegenwart mitzugestalten. Insbesondere dort, wo ihre vitalen Interessen im Spiel sind, bemüht sich die Volksrepublik, sich gut zu positionieren. Dies gilt sowohl für ihr gelassenes Machtspiel mit der Supermacht USA als auch für ihr strategisches Flirten mit den europäischen Staaten. Aber auch die Vorstöße zur Stabilisierung des regionalen Umfeldes im Asien-Pazifik-Raum, die Umwerbung von Russland und der Vormarsch nach Afrika gehören zu außen- und sicherheitspolitischen Aktivitäten der Regierung in Beijing (Peking), mit denen das chinesische Interesse gegenüber anderen weltpolitischen Akteuren durchgesetzt werden soll. |
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09. Februar 2012
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