Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index
Suche

Themen
Publikationen
Arbeitsmaterialien Medien
Aus Politik und Zeitgeschichte
AV-Medienkatalog
CD-ROM/ CD/ DVD
Einzel-
publikationen
Filmhefte
fluter
HanisauLand
Informationen zur politischen Bildung
Info aktuell
Internet-Angebote
Mobile Angebote
Karten
Das Parlament - Themenausgaben
Pocket
Rechtsreihe
Schriftenreihe
Die Schulstunde als Talkshow
Thema im Unterricht
Themenblätter im Unterricht
Themen und Materialien
Zeitbilder
Sonstige
Was geht?
Suche
Neuerscheinungen zur Leipziger Buchmesse
Veranstaltungen
Wissen
Lernen


Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 39/2008)

Perspektiven eines alternativen Internet


Rainer Winter
Inhalt

Einleitung

Cultural Studies und alternative Medien

Globalisierung und neue soziale Bewegungen

Taktische Medien und Social Software

Internet und Fangemeinschaften

Schlussfolgerungen

Einleitung
Seit seinen Anfängen ermöglicht das Internet die Herausbildung von spezialisierten Kulturen und Gemeinschaften bzw. die Verdichtung bereits existierender sozialer und kultureller Formationen.[1] Eine besondere Bedeutung kommt in jüngster Zeit den politischen und kulturellen Alternativen zu, die durch soziale und kulturelle Praktiken im Kontext des Internet entstehen. Dieses offeriert durch seine technischen Möglichkeiten radikale Weisen der Produktion, Distribution und Organisation von Medien, die an die experimentelle Politik der Alternativpresse, der freien Radios und anderer Formen aktivistischer Medien anknüpfen. Dabei lässt sich die Bedeutung alternativer Medien und der Perspektiven, die sie artikulieren, nur in dem gesellschaftlichen und kulturellen Kontext verstehen, auf den sie antworten und in dem sie produziert und rezipiert werden.[2]

Zur Person
Rainer Winter
Dr. phil. habil., Soziologe und Psychologe, geb. 1960; Professor für Medien- und Kulturtheorie an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Österreich.
E-Mail: rainer.winter@uni-klu.ac.at
Internet: www.rainer-winter.net

Zum einen stehen alternative Medien in Opposition zu den Produkten der dominanten Medien: Sie bringen differente Sichtweisen zum Ausdruck, so zum Beispiel, wenn sie für soziale Veränderungen eintreten. Zum anderen folgen ihre Organisation und Operationsweise in der Regel nicht den kapitalistischen Geschäftsmodellen. So sind etwa die von (jugendlichen) Fans produzierten Fanzines - wie Fanpraktiken generell - nicht auf Profit ausgerichet, lehnen diese Orientierung sogar explizit ab.[3] Dies gilt selbstverständlich auch für die politisch motivierten alternativen Medien, die in der neueren Diskussion bisweilen als citizens' media[4] bezeichnet werden, weil sie auf offenem Zugang, Freiwilligkeit und Non-Profit basieren. Zudem treten sie für Diversität, Pluralität und progressiven sozialen Wandel ein.

So betrachten viele Aktivisten das Internet als ein Werkzeug, um sich eigene offene Räume zu schaffen, welche die Grundlage für eine bessere Zukunft sein sollen. Gerade das social web, das auf Web 2.0 basiert, schafft die Bedingungen für neue digitale Taktiken, die auf eine radikale Demokratisierung des Wissens und auf die Pluralisierung von Stimmen, Perspektiven und Quellen zielen. So wird die Wirklichkeit auf vielfältige Weise neu und anders definiert und gerahmt, als dies die dominanten Medien tun. Damit verbunden sind Hoffnungen auf eine Demokratisierung der globalen Gesellschaft,[5] die sich in der Konzeption einer transnationalen Öffentlichkeit verdichten.

Nach einer kurzen theoretischen Betrachtung des Verhältnisses von Alltagsleben, Kultur und Medien werde ich die alternativen Dimensionen des Internet genauer betrachten. Zunächst wird es um die Internetnutzung durch die neuen sozialen Bewegungen und Gemeinschaften gehen, die sich für eine demokratische Globalisierung einsetzen. Anschließend werde ich die Schaffung neuer Räume durch den Einsatz taktischer Medien und die Möglichkeiten des elektronischen Widerstands diskutieren. Eine Analyse der Bedeutung des Internet für (jugendliche) Fangemeinschaften schließt sich an. Hierbei werde ich vor allem die Rolle von Ezines[6] behandeln. Eine Schlussbetrachtung, welche die Frage nach der Bedeutung einer transnationalen Öffentlichkeit stellt, steht am Ende des Beitrags.
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Kontakt | Home
20. März 2010
Druck-Version
Artikel versenden
PDF-Version
Bestellen
Inhalt
Bild vergrößern
Neue Medien - Internet - Kommunikation
Editorial
Raumzeitliche Struktur im Internet
Globalisierung der Medien und transkulturelle Kommunikation
Aus Vielen wird das Eins gefunden - wie Web 2.0 unsere Kommunikation verändert
Perspektiven eines alternativen Internet
Internetnutzung von Migranten - ein Weg zur Integration?
Kinder und Jugendliche zwischen Virtualität und Realität
Psychische Folgen der Internetnutzung
Lexikonsuche
Suchwort:
Lexika:
Arbeitsmaterialien Medien
Medienpädagogik Wissensgesellschaft
Medienpädagogik "Wissensgesellschaft"
Wir leben in einer "Informations-" und "Wissensgesellschaft" – aber was bedeutet das konkret? Die multimediale Publikation erschließt die Folgen der neuen Medien für Politik, Wirtschaft und Alltag.
Medienpädagogik Wissensgesellschaft