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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 10/2010)

Nord-Süd-Beziehungen: Globale Ungleichheit im Wandel?


Tanja Ernst / Ana María Isidoro Losada
Inhalt

Einleitung

Ungleichheit: eine begriffliche Annäherung

Empirisches und theoretisches Nord-Süd-Gefälle

Statistische Fallstricke

Ökonomische und politische Emanzipation des Südens?

Rolle der BRIC-Staaten

Weder American Empire noch Global Governance

Einleitung
Aus liberaler Perspektive, die sowohl die Massenmedien als auch internationale Finanzinstitutionen dominiert, befördert der in den vergangenen Jahrzehnten weltweit zu beobachtende politische und ökonomische Strukturwandel Entwicklung, Wachstum und steigenden Wohlstand. Das marktliberale Credo lautet, die weltweite Öffnung für Handel und Investitionen, die Steigerung der Exporte, Privatisierung, Deregulierung sowie Flexibilisierung von Arbeitsmärkten steigerten das Wirtschaftswachstum und den Lebensstandard aller. So werde mit der Anhebung des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens Armut reduziert und langfristig auch der ökonomische und soziale Aufstieg der unteren Einkommensgruppen erzielt.

Zur Person
Tanja Ernst
Dipl.-Ing., geb. 1973; Promovendin der Politikwissenschaft an der Universität Kassel; Gesellschaftswissenschaften, Nora-Platiel-Straße 1, 34127 Kassel.
E-Mail: Tanja.Ernst@gmx.net

Angenommen wird zudem, dass ärmere Länder, die ihre Märkte konsequent öffnen und ihre Nationalökonomien liberalisieren, aufgrund des niedrigen Ausgangsniveaus schneller wachsen, so dass sich die weltweit bestehenden Einkommensunterschiede mit der Zeit angleichen.[1]

Zur Person
Ana María Isidoro Losada
Dipl.-Ing., geb. 1973; Promovendin der Politikwissenschaft an der Universität Kassel (s.o.).
E-Mail: isidoro.losada@uni-kassel.de

Der nachfolgende Beitrag versucht keine generalisierende Antwort auf die vereinfachende Frage zu geben, ob die ökonomischen und politischen Wandlungsprozesse, die allgemein unter dem Schlagwort Globalisierung diskutiert werden, "positiv" oder "negativ" zu bewerten sind, sondern rückt einen konkreten Aspekt des Strukturwandels, d.h. die soziale Ungleichheit und aktuelle Tendenzen globaler Ungleichheit, in den Blick. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, ob und welche Veränderungen weltweite Asymmetrien in den vergangenen Jahrzehnten erfahren haben.
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10. Februar 2012
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Inhalt
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Entwicklungspolitik
Editorial
Die Millenniumsentwick-
lungsziele - eine gemischte Bilanz
Nord-Süd-Beziehungen: Globale Ungleichheit im Wandel?
Entwicklung durch Handel?
Zur Kritik des Entwicklungsdiskurses
Aufstrebende Mächte als Akteure der Entwicklungspolitik
Mehr Kohärenz in der Entwicklungspolitik durch Geberkoordination?
Wirkungsevaluierung in der Entwicklungs-
zusammenarbeit
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Dossier
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