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Wahlen sind in der westlichen Welt ein selbstverständliches Element demokratischer Willensbildung geworden. Umso irritierter reagieren wir, wenn Manipulation, Betrug oder Gewalt den Urnengang in den Problemstaaten der Erde begleiten und vielfach sogar die Macht von Diktatoren festigen. Offenbar führen Wahlen in diesen Regionen nicht zu stabilen gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Verhältnissen. Paul Collier hält dennoch an der Demokratisierung der weniger entwickelten Staaten fest. Allerdings müssten die reichen Industrieländer diesen Prozess international stärker absichern, damit jeder Staat seinen Weg zur Demokratie findet. In diesem Zusammenhang müsse in den Industriestaaten auch neu über die Möglichkeit humanitärer und militärischer Interventionen nachgedacht werden.
Autor: Paul Collier, Seiten: 265, Erscheinungsdatum: 18.02.2010, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1041


