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Informationen zur politischen Bildung - aktuell
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Nordkaukasien - von Widerstand geprägt |

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Uwe Halbach
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Die Bevölkerungszahlen für Nordkaukasien beruhen auf dem neuesten russländischen Zensus von 2002. Dessen Angaben sind aber in Bezug auf Tschetschenien (1,1 Million) zweifelhaft, da dort nach zwei Kriegen und gewaltigen Fluchtbewegungen die Einwohnerzahl deutlich unterhalb der Millionengrenze liegt. Die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung in den einzelnen Gebietseinheiten hat sich im ersten nachsowjetischen Jahrzehnt durch Wanderungen verändert.
So ist der russische Anteil in einigen Teilrepubliken stark zurückgegangen. In Dagestan ist er von ehemals zwölf auf unter sechs Prozent gesunken. In Tschetschenien, wo Anfang der neunziger Jahre noch über 300000 Russinnen und Russen lebten, ist heute nur noch eine winzige russische Restbevölkerung anzutreffen. Eine große russische Bevölkerungsmehrheit gibt es in Adygien, deren adygeisches "Titularvolk" eine Minderheit in der nach ihm benannten Republik bildet.
Im Gegenzug ist eine wachsende Migration aus den genannten kaukasischen Teilrepubliken in die Regionen Stawropol und Krasnodar zu verzeichnen. Dabei ist das Potenzial für Konflikte zwischen kaukasischen Volksgruppen und der russischen Bevölkerung dieser Regionen, in denen sich auch das Kosakentum neu organisiert hat, gewachsen. Besonders in Krasnodar kam es zu Reibereien zwischen Kosaken und kaukasischen Migranten. Im Zentrum der nordkaukasischen Bevölkerungsbewegung stand die Massenflucht (von mehr als 300000 Menschen) aus dem von zwei Kriegen heimgesuchten Tschetschenien. Zeitweise bestand in Inguschetien die Bevölkerung während des zweiten Tschetschenienkriegs (seit 1999) deshalb zu einem Großteil aus Flüchtlingen. |
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10. Februar 2012
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Dossier |
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Innerstaatliche Konflikte
Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: Weltweit schwelen über 280 politische Konflikte. Und immer wieder droht die Lage gewaltsam zu eskalieren. |
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