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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 44/2002)

Die Innenseite der der Globalisierung


Über die Ursachen von Wut und Hass
Götz Eisenberg
Inhalt

Einleitung

I. "Sind wir nicht alle ein bisschen Robert?"

II. Verinnerlichte soziale Kontrolle

III. Wieviel Flexibilität verträgt der Mensch?

IV. Psychische Deregulierung

V. Soziale und psychische Desintegration

VI. Die "Bösen" sind wir los, das "Böse" ist geblieben

VII. Geräte-Sozialisation

VIII. Ein moralisches Ozonloch

IX. "Entinnerlichung" der sozialen Kontrolle

X. Der Amoklauf des Geldes

I. "Sind wir nicht alle ein bisschen Robert?"

In der Stadt begegnet mir ein junger Mann, der diesen Verdrängungsprozess offensichtlich nicht mitmachen möchte. Er trägt ein T-Shirt mit dem Aufdruck: "Erfurt - sind wir nicht alle ein bisschen Robert?" Was Erfurter Schüler und Studierende in elaboriertem Code in der Frankfurter Rundschau [1] vorgebracht haben, trägt dieser junge Mann, in zeittypischer Form und auf eine Frage verkürzt, auf der Haut. Seine Botschaft fordert uns auf, den Täter nicht zu isolieren und zur Inkarnation des Bösen zu erklären. Viele von uns "haben einen Hass" und könnten gelegentlich zur von André Breton ironisch propagierten "einfachsten surrealistischen Handlung" schreiten, nämlich "mit Revolvern in den Fäusten auf die Straße gehen und blindlings soviel wie möglich in die Menge schießen". Würde unser junger Mann die Tagebücher von Max Frisch kennen, hätte er in leicht abgewandelter Form die 22. Frage seines dort formulierten Fragebogens auf sein T-Shirt drucken können: "Gesetzt den Fall, Sie sind noch nie Amok gelaufen: Wie erklären Sie es sich, dass es dazu nie gekommen ist?"
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10. Februar 2012
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Inhalt
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Gewalt in der Gesellschaft
Editorial
Gewalt und Gesellschaft
Gewalt in modernen Gesellschaften - zwischen Ausblendung und Dramatisierung
Jugendgewalt und Gesellschaft
Die Innenseite der der Globalisierung
Gewalttätig durch Medien?
Veränderung der Schulkultur als Ansatz schulischer Gewaltprävention
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