Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index
Suche

Themen
Publikationen
Arbeitsmaterialien Medien
Aus Politik und Zeitgeschichte
AV-Medienkatalog
CD-ROM/ CD/ DVD
Einzel-
publikationen
Entscheidung im Unterricht
Filmhefte
fluter
HanisauLand
Informationen zur politischen Bildung
Info aktuell
Internet-Angebote
Mobile Angebote
Karten
Pocket
Rechtsreihe
Schriftenreihe
Spicker Politik
Thema im Unterricht
Themenblätter im Unterricht
Themen und Materialien
Zeitbilder
Spiele
Sonstige
Was geht?
Suche
Veranstaltungen
Wissen
Lernen


Aus Politik und Zeitgeschichte (B 45/2001)

Politische Orientierungen Jugendlicher


Ergebnisse und Interpretationen der Sachsen-Anhalt-Studie "Jugend und Demokratie"
Sibylle Reinhardt / Frank Tillmann
Inhalt

I. Der Anlass: Die Landtagswahl 1998

II. Demokratie-Lernen als Erwerb von Konfliktkompetenz

III. Geschlecht und Politik: Das Private ist nicht politisch

IV. Prosozialität und Politik: Prosoziale Werte und/oder Konfliktkompetenz?

V. Vertrauen in Institutionen und Politik - was bedeutet das Vertrauen?

VI. Partizipation in der Schule - und in der Politik?

VII. Fazit

II. Demokratie-Lernen als Erwerb von Konfliktkompetenz
Zwei gegensätzliche Strukturen für die Koordination menschlichen Zusammenlebens kommen in politischen Entscheidungen in einem demokratischen System zusammen: Gleichheit und Ungleichheit. Während Ungleichheit in einer pluralistischen und individualisierten Gesellschaft durch individuelle Lebensgestaltungen hervorgerufen wird, sind sich die Staatsbürger in ihrem Staatsbürgerstatus und in ihren Chancen auf Teilhabe prinzipiell gleich (dies konkretisiert sich etwa im gleichen Wahlrecht). Diese politische Gleichheit ist in ein Verhältnis zur gesellschaftlichen Ungleichheit zu setzen, was oft in vielfältige Kontroversen um die Regelung gemeinsamer Angelegenheiten mündet. Die Spannung kommt häufig darin zum Ausdruck, dass Gleichheit auch für das gesellschaftliche Leben gefordert wird - oder aber Individualität bzw. Vielfalt und Differenz. Die Positionen stehen zueinander im Konflikt, was sich aus unterschiedlichen materiellen Interessen, Lebensgeschichten, Loyalitäten und Werten (die sich auf der konkreten Ebene stark unterscheiden) ergibt.

Demokratie-Lernen kann als Erwerb von Konfliktfähigkeit zusammengefasst werden und meint:

- Zivilen Umgang mit Kontroversen;

- Erkenntnis, Beurteilung und Handhabung unterschiedlicher Koordinationsmodi für menschliches Handeln (sozial, ökonomisch, politisch);

- Vermittlung des Eigeninteresses mit den Interessen anderer Nah- oder Fernstehender;

- Reflexion und Entscheidung von Werten (für die individuelle Lebensführung, für politische Regelungen).

Diese so verstandene Konfliktkompetenz, die kognitive sowie emotionale und pragmatische Fähigkeiten enthält, kann einen Bezugspunkt für das Verständnis empirischer Daten abgeben, so dass die Daten nicht etwa zur Schelte irgendeiner Gruppe dienen, sondern Hinweise auf den Prozess des Demokratie-Lernens und seine Mühsal geben.

Vier Punkte werden im Folgenden nacheinander betrachtet, auch wenn sie sich inhaltlich verschränken: Geschlecht und Politik, Prosozialität und Politik, Vertrauen in Institutionen und Politik, Partizipation und Politik.
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home
10. Februar 2012
Druck-Version
Artikel versenden
Inhalt
Bild vergrößern
Politische Bildung und Jugend
Editorial
Politische Orientierungen Jugendlicher
Jugendkulturelle Orientierungen, Gewaltaffinität und Ausländerfeindlichkeit
Partizipation in Schule und Unterricht
Lexikonsuche
Suchwort:
Lexika:
Forschen mit GrafStat
PlebisCity
PlebisCity
Jugend fragt nach: Mit Hilfe der Umfrage-Software GrafStat führen Jugendliche Befragungen durch - zu einem selbst gewählten Thema. Sie bringen ihre Ergebnisse an die Öffentlichkeit und nehmen damit politischen Einfluss in ihrer Stadt. PlebisCity ist für den Einsatz im Unterricht und in der außerschulischen Jugendarbeit vorgesehen.
PlebisCity