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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 45/2001)
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Politische Orientierungen Jugendlicher |

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Ergebnisse und Interpretationen der Sachsen-Anhalt-Studie "Jugend und Demokratie" Sibylle Reinhardt / Frank Tillmann
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II. Demokratie-Lernen als Erwerb von Konfliktkompetenz |
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Zwei gegensätzliche Strukturen für die Koordination menschlichen Zusammenlebens kommen in politischen Entscheidungen in einem demokratischen System zusammen: Gleichheit und Ungleichheit. Während Ungleichheit in einer pluralistischen und individualisierten Gesellschaft durch individuelle Lebensgestaltungen hervorgerufen wird, sind sich die Staatsbürger in ihrem Staatsbürgerstatus und in ihren Chancen auf Teilhabe prinzipiell gleich (dies konkretisiert sich etwa im gleichen Wahlrecht). Diese politische Gleichheit ist in ein Verhältnis zur gesellschaftlichen Ungleichheit zu setzen, was oft in vielfältige Kontroversen um die Regelung gemeinsamer Angelegenheiten mündet. Die Spannung kommt häufig darin zum Ausdruck, dass Gleichheit auch für das gesellschaftliche Leben gefordert wird - oder aber Individualität bzw. Vielfalt und Differenz. Die Positionen stehen zueinander im Konflikt, was sich aus unterschiedlichen materiellen Interessen, Lebensgeschichten, Loyalitäten und Werten (die sich auf der konkreten Ebene stark unterscheiden) ergibt.
Demokratie-Lernen kann als Erwerb von Konfliktfähigkeit zusammengefasst werden und meint:
- Zivilen Umgang mit Kontroversen;
- Erkenntnis, Beurteilung und Handhabung unterschiedlicher Koordinationsmodi für menschliches Handeln (sozial, ökonomisch, politisch);
- Vermittlung des Eigeninteresses mit den Interessen anderer Nah- oder Fernstehender;
- Reflexion und Entscheidung von Werten (für die individuelle Lebensführung, für politische Regelungen).
Diese so verstandene Konfliktkompetenz, die kognitive sowie emotionale und pragmatische Fähigkeiten enthält, kann einen Bezugspunkt für das Verständnis empirischer Daten abgeben, so dass die Daten nicht etwa zur Schelte irgendeiner Gruppe dienen, sondern Hinweise auf den Prozess des Demokratie-Lernens und seine Mühsal geben.
Vier Punkte werden im Folgenden nacheinander betrachtet, auch wenn sie sich inhaltlich verschränken: Geschlecht und Politik, Prosozialität und Politik, Vertrauen in Institutionen und Politik, Partizipation und Politik. |
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10. Februar 2012
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Forschen mit GrafStat |
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PlebisCity
Jugend fragt nach: Mit Hilfe der Umfrage-Software GrafStat führen Jugendliche Befragungen durch - zu einem selbst gewählten Thema. Sie bringen ihre Ergebnisse an die Öffentlichkeit und nehmen damit politischen Einfluss in ihrer Stadt. PlebisCity ist für den Einsatz im Unterricht und in der außerschulischen Jugendarbeit vorgesehen. |
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