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Coverbild Die dunkle Seite der Nationalstaaten

Schriftenreihe (Bd. 1325)

Die dunkle Seite der Nationalstaaten

"Ethnische Säuberungen“ im modernen Europa

"Ethnische Säuberungen“ sind keine Erfindung totalitärer Diktaturen, sondern bittere Folgen eines chauvinistischen Nationalismus, der Menschen wegen ihrer ethnischen, religiösen oder nationalen Zugehörigkeit ablehnt. Das Buch stellt in raum-zeitlicher Perspektive Voraussetzungen, Akteure und Folgen dar.

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Inhalt

Organisierter Terror überschattet das 20. Jahrhundert. Zum Szenario des Schreckens gehört die Tatsache, dass in dieser Zeit mindestens 30 Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben wurden, die meisten von ihnen nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Motiv für die Akteure dieser "ethnischen Säuberungen“ war zumeist eine vermutete oder unterstellte ethnische, religiöse oder nationale Zugehörigkeit der gewaltsam Entfernten. Philipp Ther untersucht das Phänomen in allen Dimensionen: die Voraussetzungen "ethnischer Säuberungen“ ebenso wie die Akteure, welche Flucht, Vertreibung, Zwangsaussiedlung und Deportation betrieben. Er betrachtet die Räume und die Perioden, in denen sie stattfanden, ausgehend von den Balkankriegen im Vorfeld des Ersten Weltkriegs bis zu den Bürgerkriegen im ehemaligen Jugoslawien und im Kaukasus. "Ethnische Säuberungen“, so zeigt das Buch, waren weder ein Tabubruch noch eine Erfindung totalitärer Diktaturen, sondern sind bittere Folgen von chauvinistischem Nationalismus.



Autor: Philipp Ther, Seiten: 304, Erscheinungsdatum: 06.03.2013, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1325