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Coverbild Der Eiserne Vorhang

Schriftenreihe (Bd. 1411)

Der Eiserne Vorhang

Die Unterdrückung Osteuropas 1944-1956

Der Prozess der kommunistischen Unterwerfung Zentral- und Osteuropas durch die Sowjetunion ist für die Geschichte Europas bedeutend, aber weitgehend unbeachtet. Anne Applebaum zeichnet diesen Prozess anhand der Beispiele Polens, Ungarns und der SBZ/DDR von der Besetzung durch die Rote Armee ab 1944 bis zum Aufstand in Ungarn 1956 eindringlich nach.

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Inhalt

Einen "Eisernen Vorhang" habe die Sowjetunion von Stettin bis nach Triest über den europäischen Kontinent gezogen, stellte Winston Churchill 1946 fest. Jenseits dieses Vorhangs begannen die Sowjets in den vom Krieg verwüsteten und zutiefst verunsicherten Ländern Zentral- und Osteuropas rasch mit der Durchsetzung des von Stalin geprägten Gesellschaftsmodells. Hierzu zählte der Aufbau eines machtvollen Polizeiapparats, die ethnische Homogenisierung mittels Vertreibung und Umsiedlung, die Gleichschaltung der Jugendorganisationen, die Kontrolle der Massenmedien, die Marginalisierung der politischen Gegner sowie die Verstaatlichung der Wirtschaft. Darauf aufbauend setzte ab etwa 1948 die so bezeichnete Phase des "Hochstalinismus" ein, die vom Terror gegen vermeintliche interne Kritiker und Reaktionäre gekennzeichnet war und im Zeichen der versuchten Durchdringung der Gesellschaften mit der sowjetischen Ideologie stand.



Autorin: Anne Applebaum, Übersetzung: Aus dem amerikanischen Englisch von Martin Richter, Seiten: 638, Erscheinungsdatum: 08.05.2014, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1411