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Coverbild Genossen, wir müssen alles wissen!

Schriftenreihe (Bd. 1484)

Genossen, wir müssen alles wissen!

DDR-Alltag im Spiegel der Stasi-Akten. Ein Lesebuch

Das Regime strebte lückenlose Kontrolle und Überwachung der Bevölkerung an, und die zahlreichen Spitzel der Stasi lieferten jede Menge Daten ab. Für dieses Buch wurden etliche davon zusammengestellt. Sie spiegeln Banalitäten ebenso wie brutale Übergriffe bei tatsächlicher oder unterstellter Regimegegnerschaft.

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Inhalt

Mit dem Untergang der DDR 1989 / 90 wurden riesige Aktenbestände gesichert, die das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) seit seiner Gründung 1950 in systematischer geheimdienstlicher Spitzeltätigkeit angelegt hatte. Ziel des MfS war die möglichst lückenlose Überwachung der Bevölkerung und die Bekämpfung jedweder Form von tatsächlicher oder unterstellter Regimegegnerschaft. Die formale und inhaltliche Bandbreite der hier vorgestellten Dokumente ist groß: von der einfachen Aktennotiz über ein Sommerfest, der abgehefteten verdächtigen Postkarte bis zum akribischen Dossier der Überwachung von Personen. Darunter finden sich banale wie beklemmende Berichte zu bürokratischem Kleinkram ebenso wie solche zu eklatanten wirtschaftlichen Schieflagen. Es sind Zeugnisse skurriler Präzision, menschlicher Kälte und grotesker Hilflosigkeit eines Machtapparates, dem die dauerhafte Unterdrückung der Freiheit gleichwohl nicht gelungen ist.



Autor: Gudrun Weber / Thomas Auerbach, Seiten: 208, Erscheinungsdatum: 06.10.2014, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1484