bpb-Publikationen
Coverbild Maos Großer Hunger

Schriftenreihe (Bd. 1434)

Maos Großer Hunger

Massenmord und Menschenexperiment in China (1958 - 1962)

Der von Mao Zedong initiierte "Große Sprung nach vorne" sollte China zu den großen Industrienationen aufschließen lassen, stürzte das Land aber in eine Zeit des Schreckens. Im Zuge der fatalen Kampagne, die mit Hilfe systematischen Terrors gegen die Bevölkerung vorangetrieben wurde und zu einer beispiellosen Hungersnot führte, verloren mindestens 45 Millionen Menschen ihr Leben.

4,50 € zzgl. Versandkosten (ab 1 kg Versandgewicht)
Lieferzeit in Deutschland: ca. 1 bis 7 Werktage (Details)
Lieferzeit ins Ausland: ca. 5 bis 63 Werktage (Details)

   in den Warenkorb

Inhalt

Mao wollte China binnen kürzester Zeit wirtschaftlich in die Riege der westlichen Industrienationen katapultieren. In einem wahnwitzigen Kraftakt - von der Parteipropaganda als "Großer Sprung" gefeiert - ließ er von Ende der Fünfzigerjahre an die Landwirtschaft und damit die Lebensgrundlagen der Bevölkerung kollektivieren, die Naturräume Chinas auspressen und die Bevölkerung mit brutalen Mitteln zu gewaltigen Arbeitsleistungen zwingen. Die Folgen dieser Schreckenszeit waren apokalyptisch: Archivalien, die Frank Dikötter als einer der ersten westlichen Forscher auswerten konnte, belegen, dass Dutzende Millionen Menschen starben - an den Folgen des grotesk verfehlten Wirtschaftskurses ebenso wie an willkürlichem Nahrungsentzug als Druckmittel oder aufgrund ideologisch motivierter Strafaktionen in Stadt und Land. Dikötters detaillierte Analyse wirft erschütternde Schlaglichter auf eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte der Menschheit.



Autor: Frank Dikötter, Übersetzung: Stephan Gebauer, Seiten: 526, Erscheinungsdatum: 29.10.2014, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1434