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Coverbild Als die Soldaten kamen

Schriftenreihe (Bd. 1498)

Als die Soldaten kamen

Die Vergewaltigung deutscher Frauen am Ende des Zweiten Weltkriegs

Gewalt gegen Frauen im Krieg wird oft tabuisiert. So ist sexualisierte Gewalt im Umfeld des Zweiten Weltkriegs bis heute mit Stereotypen behaftet. Miriam Gebhardt greift eine besonders stark verdrängte Seite des Themas auf: deutsche Frauen als Opfer alliierter Soldaten im Zuge der Niederringung des NS-Regimes.

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Inhalt

Eroberer, Befreier - Vergewaltiger? Wenige Aspekte des Zweiten Weltkriegs blieben so lange tabuisiert oder sind bis heute mit Stereotypen behaftet wie die Vergewaltigungen von Frauen durch alliierte Soldaten während und nach der Niederringung des nationalsozialistischen Deutschlands. Das Wissen um die deutschen Verbrechen verstellte vielfach den Blick darauf, dass und wie viele Frauen und Mädchen landesweit Opfer sexueller Gewalt durch alliierte Soldaten wurden. Eine patriarchalische Sexualmoral in Deutschland förderte ein Klima des Verdrängens oder brandmarkte gar die Betroffenen. Miriam Gebhardt beleuchtet das Ausmaß, die Motive, die Umstände und die Folgen der Vergewaltigungen. Sie setzt sich mit tradierten Rollenzuschreibungen auseinander und hinterfragt den Umgang mit den Opfern sexualisierter Gewalt während des Krieges und danach.



Autorin: Miriam Gebhardt, Erscheinungsdatum: 11.05.2015, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1498