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Coverbild Irmina

Schriftenreihe (Bd. 1574)

Irmina

Irmina, eine junge Frau in der NS-Zeit. Barbara Yelin erzählt ihre Geschichte, die sich ungefähr so tatsächlich ereignet hat, mit den Mitteln der Graphic Novel, spannend und detailreich. Welche Handlungsfreiheiten hatte Irmina? Wo hätte sie sich anders entscheiden können? Wo wurde sie mitschuldig?

vergriffen

Inhalt

Die junge Deutsche Irmina bekommt Mitte der 1930er-Jahre die damals ungewöhnliche Chance, eine Fremdsprachenausbildung in London aufzunehmen. Sie lernt dort Howard aus der Karibik kennen; beide verbindet das Streben nach einem selbstbestimmten Leben. Im April 1935 kehrt Irmina aus politischen Gründen in das nationalsozialistische Deutschland heim; ein Verwandter vermittelt ihr eine Stelle im Reichskriegsministerium in Berlin. Dort erkennt sie rasch, was zum Preis für das ersehnte berufliche Fortkommen und für materiellen Wohlstand gehört: Opportunismus und Linientreue. Als sich ihre Hoffnung auf eine Rückkehr nach London zerschlägt, gründet sie eine Familie mit dem SS-Karrieristen Meinrich. Er fällt im Krieg. Das Buch, das Irmina ein Stück weit in die Nachkriegszeit begleitet, beruht auf einer wahren Geschichte. Es zeigt, bis in die Details fesselnd, wie die Protagonistin sich mit den Zumutungen, Optionen und Rollenerwartungen des NS-Regimes auseinandersetzen muss, welche Handlungsfreiheiten sie hatte und welche sie nutzte. Die Geschichte von Irmina kann somit exemplarisch stehen: für die Mitschuld durch Wegsehen und Vorteilsnahme vieler im Nationalsozialismus.



Autorin: Barbara Yelin, Seiten: 288, Erscheinungsdatum: 09.11.2015, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1574