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Coverbild Unter Bankern

Schriftenreihe (Bd. 1629)

Unter Bankern

Eine Spezies wird besichtigt

Kaum eine Berufsgruppe ist im Zuge der Finanzkrise 2007 so in Verruf geraten wie die der Banker. Der Journalist Joris Luyendijk wirft einen Blick hinter die glitzernden Fassaden der City of London und findet dort nicht nur Gier und Verantwortungslosigkeit, sondern auch Frustration und Selbstkritik.

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Inhalt

Gierige Zocker oder nur Sündenböcke? Der Ruf der Banker hat im Zuge der Finanzkrise seit 2007 sehr gelitten. Aber was genau in den Großbanken der internationalen Finanzzentren vorgeht, darüber weiß die Öffentlichkeit wenig. Der Journalist Joris Luyendijk nimmt uns mit in die City of London, in eine Welt enormen Drucks und ohne Kündigungsschutz, aber mit teils immensen finanziellen Versuchungen. Mit dem Blick des Ethnologen nähert er sich der Berufsgruppe. Er macht unterschiedlichste Typen aus und findet dabei Arroganz und Überheblichkeit, aber auch Frustration und Selbstkritik. Luyendijk relativiert das Bild vom ausschließlich gierigen und verantwortungslosen Banker und macht die individuelle Perspektive fassbar. Fragen drängen sich dennoch auf: Warum hat niemand die Finanzkrise kommen sehen? Und warum hat sich das Geschäftsgebaren der Banken trotz Unsummen öffentlicher Rettungsgelder kaum geändert? So steht am Ende eine pessimistische Schlussfolgerung: Ohne eine Kultur, die Fehlanreize unterbindet, kann sich, so Luyendijk, alles wiederholen – in noch viel drastischerem Ausmaß.



Autor: Joris Luyendijk, Übersetzung: Anne Middelhoek, Karin Ayche, Seiten: 267, Erscheinungsdatum: 21.12.2015, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1629