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Coverbild ´45

Schriftenreihe (Bd. 1565)

'45

Die Welt am Wendepunkt

1945 – das Jahr, in dem der Zweite Weltkrieg endete. Millionen Tote weltweit, Trümmer, Entwurzelung, Hunger und Not waren seine unmittelbare Folge. Ian Buruma fragt in diesem Buch aber auch nach den Auswirkungen auf Recht und Moral sowie nach dem Selbstverständnis von Siegern und Besiegten.

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Inhalt

Für das Ende des Zweiten Weltkriegs ist die Metapher von der Stunde Null geprägt worden. Weltweit waren Millionen Tote zu beklagen. Unzählige Menschen waren verwundet, entwurzelt, heimatlos, traumatisiert, desillusioniert. Dem Krieg folgten Hunger, Wohnungsnot, Entbehrungen und Krankheiten. Anarchie, Übergriffe und Vergeltung des erlittenen Unrechts waren an der Tagesordnung. Auf je eigene Weise mischten sich, dem Selbstverständnis entsprechend, Dankbarkeit und Lebenshunger, Schuldgefühle, Selbstmitleid und Verdrängung. Bei Siegern wie Besiegten waren Moral und Recht fragil und interpretierbar; Politik und Öffentlichkeit der Siegermächte schienen im Umgang mit dem besiegten Feind zerrissen zwischen den Geboten der Menschlichkeit und dem unvorstellbaren Grauen, das die befreiten Lager Nazideutschlands boten. Ian Burumas globales Panorama des Jahres 1945 bezieht die apokalyptischen Szenen ebenso ein wie die gierige Suche vieler Männer und Frauen nach Freiheit, Lust und Vergnügen. Er spürt den tiefgreifenden politischen und gesellschaftlichen Verwerfungen dieses Jahres nach und zeichnet so das ebenso dichte wie packende Bild eines weltbewegenden Jahres.



Autor: Ian Buruma, Übersetzung: Aus dem Englischen von Barbara Schaden, Seiten: 412, Erscheinungsdatum: 13.04.2016, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1565