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Coverbild Kritik der schwarzen Vernunft

Schriftenreihe (Bd. 1703)

Kritik der schwarzen Vernunft

Laut Achille Mbembe weisen Aspekte des globalen Kapitalismus Kontinuitäten zum transatlantischen Sklavenhandel auf. Überall dort, so seine These, wo Menschen abseits des Produktionsprozesses als wertlos erachtet werden, herrsche eine Logik der Klassifizierung, die letztlich Ausgrenzung und Unterdrückung legitimiert.

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Inhalt

Mit dem Begriff "schwarze Vernunft" umreißt der Politologe und Theoretiker Achille Mbembe eine Denkweise der rassistisch und ökonomisch motivierten Deklassierung von Menschen. In der Vergangenheit dienten Konzepte von "Rasse" Kolonialherren, Sklavenhaltern und anderen dazu, Gewalt, Ausbeutung und koloniale Unterdrückung zu legitimieren. Mbembe zeichnet die Entwicklung dieser Strukturen von Beginn des transatlantischen Sklavenhandels an nach und findet sie auch im heutigen globalisierten Kapitalismus wieder: Wer Menschen abseits des Produktionsprozesses als wertlos betrachte, führe diese koloniale "schwarzen Vernunft" fort. In der Wirtschaft, aber auch in der Sicherheitspolitik seien, so der Autor, Maßnahmen der Klassifizierung am Werk, die Kontrolle und Ausgrenzung befördern und so eine "subalterne Kategorie der Menschheit" erhalten, die im globalen Kontext dauerhaft marginalisiert bleibt.



Autor: Achille Mbembe, Übersetzung: Michael Bischoff, Seiten: 331, Erscheinungsdatum: 29.04.2016, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1703