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Coverbild Cheaponomics

Schriftenreihe (Bd. 1674)

Cheaponomics

Warum billig zu teuer ist

Dumping-Preise auf Elektronikartikel, billige Lebensmittel, Plastiktüten. Was für Konsumenten annehmlich zu sein scheint, verursacht hohe gesellschaftliche und ökologische Kosten. Der Soziologe Michael Carolan zeigt auf, welche Mechanismen hinter der Billig-Ökonomie stecken und wer den wahren Preis für zu günstige Konsumgüter bezahlt.

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Inhalt

Unsere Einstellung zur Eigenschaft "billig" ist oft paradox: Wir verlangen nach immer billigeren Waren, wollen aber nicht, dass diese so aussehen, sich so anfühlen oder minderer Qualität sind. Damit stellt sich die Frage, wie Produzenten und Handelsketten sinkende Preise bei gleichbleibenden Herstellungskosten erreichen. Der amerikanische Soziologe Michael Carolan durchleuchtet die Ökonomie, die hinter dem Billigkonsum steckt. Er kritisiert insbesondere, dass Unternehmen immer mehr Kosten externalisieren und somit letztlich sozialisieren – also der Gesellschaft aufbürden. Waren, so Carolan, könnten deshalb so günstig angeboten werden, weil den wahren Preis andere bezahlen. So zeigt dieses Buch die Schattenseiten der Konsumwelt auf: Rohstoffabbau in Konfliktgebieten, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, verschwenderischer Umgang mit Ressourcen, hoher CO2-Ausstoß, Müllberge und die Verfestigung sozialer Ungleichheit. Dem setzt Carolan ein Verständnis von Wohlstand entgegen, das sich nicht mehr allein an Wachstum, Konsum und Produktivität orientiert.



Autor: Michael Carolan, Übersetzung: Kathleen Mallett, Seiten: 300, Erscheinungsdatum: 24.06.2016, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1674