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Coverbild ¡Es reicht!

Schriftenreihe (Bd. 1709)

¡Es reicht!

Mexiko und der gescheiterte War on Drugs

Carmen Boullosa und Mike Wallace halten den "War on Drugs", wie er bisher geführt wurde, für gescheitert. Am Beispiel Mexiko zeigen sie, wie die Militarisierung des Konflikts vor dem Hintergrund von Korruption, Straflosigkeit und einer repressiven Drogenpolitik eher zu einer Eskalation der Gewalt als zur Eindämmung der Macht der Kartelle geführt hat.

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Inhalt

Schätzungen zufolge hat der Drogenkrieg in Mexiko seit 2006 über 100.000 Todesopfer gefordert. Kartelle beherrschen Städte und Landstriche, Armee und Polizei stehen wegen Menschenrechtsverletzungen und Bestechlichkeit in der Kritik. Immer wieder werden Zivilisten Opfer grausamer Massaker – wie etwa in Ayotzinapa, wo 43 Studenten mutmaßlich von Mitgliedern eines Drogenkartells und mit Unterstützung der örtlichen Polizei ermordet wurden. Carmen Boullosa und Mike Wallace analysieren die komplexen wie vielschichtigen Hintergründe des Drogenkriegs und der Gewaltspirale. Armut, Korruption und Straflosigkeit haben, so die Autoren, ebenso zu der Entwicklung beigetragen wie der konstante Zufluss von Waffen aus den USA und eine repressive Drogenpolitik. Die Militarisierung des Anti-Drogen-Kampfes in den vergangenen Jahrzehnten habe nicht etwa zu einem Sieg über die Kartelle, sondern zu einer Eskalation des Konflikts geführt. Für die Autoren ist es somit an der Zeit, die globale Drogenpolitik grundsätzlich zu überdenken.



Autor: Carmen Boullosa/Mike Wallace, Übersetzung: Gabriele Gockel, Thomas Wollermann, Seiten: 284, Erscheinungsdatum: 21.07.2016, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1709