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Schriftenreihe (Bd. 10296)
Formen des VergessensNeu: Formen des Vergessens

Formen des Vergessens

Warum, wann und was vergessen wir? In welcher Beziehung steht das Vergessen zum Erinnern? Welche Bedeutung für politisches, historisches und soziales Handeln hat das Vergessen, vor allem, wenn es als Grundmodus menschlichen und gesellschaftlichen Lebens verstanden wird? Anhand vieler Beispiele und Anlässe aus Geschichte und Gegenwart beleuchtet die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann Techniken und Formen des Vergessens.

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Inhalt

Warum, wann und was vergessen wir? In welcher Beziehung steht das Vergessen zum Erinnern? Welche Bedeutung für politisches, historisches und soziales Handeln hat das Vergessen, vor allem, wenn es als Grundmodus menschlichen und gesellschaftlichen Lebens verstanden wird? Anhand vieler Beispiele und Anlässe aus Geschichte und Gegenwart beleuchtet die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann Techniken und Formen des Vergessens: etwa das kollektive Schweigen von Gesellschaften gegenüber Kindesmissbrauch in kirchlichen und staatlichen Einrichtungen, das teils institutionell gestützte Unterdrücken der Erinnerung an Ereignisse, Personen oder Kriegsverbrechen, schließlich die Tilgung von Orten, Einrichtungen oder Gebäuden aus der kollektiven Erinnerung als Folge virulenter oder neu entstehender Spannungen. Vergessen und Erinnern, so Aleida Assmann, bedingten einander sowohl in individueller als auch kollektiver Hinsicht. Umso wichtiger sei es, sich dieser Wechselbeziehung bewusst zu sein, insbesondere, seit mit dem Internet die Flüchtigkeit der Zeit überwunden sei und sich die Frage nach dem Vergessen neu stelle.



Autorin: Aleida Assmann, Seiten: 224, Erscheinungsdatum: 08.10.2018, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10296