bpb-Publikationen
Schriftenreihe (Bd. 10326)
Wie Demokratien sterben

Wie Demokratien sterben

Und was wir dagegen tun können

Der Übergang von Demokratie zum Autoritarismus verläuft oft schleichend. Die Politikwissenschaftler Steven Levitsky und Daniel Ziblatt beschreiben anhand zahlreicher Beispiele, wie und auf welchem Weg Demokratien und ihre Institutionen systematisch ausgehöhlt werden.

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Inhalt

Demokratien sterben nicht mehr in erster Linie durch Putsche und Staatsstreiche, sondern mit einem Prozess, der an der Wahlurne beginnt. Zu diesem Befund kommen die beiden Politologen Steven Levitsky und Daniel Ziblatt. Anfangs demokratisch legitimierte Autokraten bauen die Institutionen eines Staates so um, dass grundlegende demokratische Rechte außer Kraft gesetzt, individuelle und politische Freiheiten eingeschränkt werden und die Opposition kriminalisiert wird. Aktuelle Beispiele hierfür sehen die Autoren in der Türkei, in Polen, Ungarn oder Venezuela. Mit besonderer Sorge beobachten sie die Entwicklungen in den USA, wo ein gewählter Präsident demokratischen Normen mit teils offener Verachtung gegenüber tritt. In ihrer historisch angelegten Analyse arbeiten Levitsky und Ziblatt Kriterien heraus, mit deren Hilfe sich Aushöhlung und letztlich Niedergang demokratischer Systeme erkennen lassen. Sie beschreiben, welche Warnsignale Demokraten nicht überhören und welche Schlüsse sie ziehen sollten, wenn sie sich und die Demokratie in ihren Ländern gegen Autokraten verteidigen wollen.



Autor: Steven Levitsky / Daniel Ziblatt, Übersetzung: Klaus-Dieter Schmidt, Seiten: 320, Erscheinungsdatum: 25.07.2019, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10326