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Anhand einer Fülle von Quellen aus Ost und West weist die amerikanische Historikerin Hope M. Harrison nach, dass Walter Ulbricht an der Spitze der SED die außenpolitischen Interessen der Großmächte geschickt für die Umsetzung seiner Vorstellungen vom deutschen Sozialismus zu nutzen verstand. Dabei spielte die Mauer zur Eindämmung der Flüchtlingsströme aus der DDR in den Westen eine entscheidende Rolle. Moskau hingegen hatte lange die Hoffnung gehegt, dass die DDR nicht zu derart brachialen Methoden werde greifen müssen. Mit Rücksicht auf die politische Großwetterlage stellte sich Chruschtschow dem geplanten Mauerbau schließlich nicht länger entgegen. In dem politischen Mühlespiel hatte Ulbricht obsiegt.
Autor: Hope M. Harrison, Seiten: 505, Erscheinungsdatum: 22.09.2011, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1178


