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Gefangen – vermisst – tot: Zahllose Soldaten des Zweiten Weltkriegs kehrten nicht mehr zu ihren Familien zurück. So wuchs fast ein Drittel der Kinder, die zwischen 1933 und 1945 geboren wurden, ohne Vater auf. Aufgrund der gesellschaftlichen Rollenbilder und Familienstrukturen in der Nachkriegszeit bedeutete dieser Verlust vor allem für die Söhne eine schwere Hypothek; durch Verdrängung und Pflichterfüllung blieb das Trauma oftmals über Jahrzehnte unverarbeitet und bis in die Gegenwart spürbar.
Welche Folgen hatte das Fehlen des Vaters, des männlichen Vorbilds für die Söhne? Die selbst betroffenen Autoren gehen in Interviews, Analysen und Berichten den Chancen des Erinnerns und Erzählens solcher Erfahrungen nach.
Autor: H. Schulz/H. Radebold/J. Reulecke, Seiten: 176, Erscheinungsdatum: 25.04.2005, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1479


