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Buch und Lesen in der DDR

Schriftenreihe (Bd. 1234)

Buch und Lesen in der DDR

Ein literatursoziologischer Rückblick

Die literarischen Verhältnisse in der DDR wurden von den Kulturfunktionären zur "Lesegesellschaft" verklärt. Im Zentrum der soziologisch orientierten Rekonstruktion des Literatursystems der DDR stehen die Widersprüche zwischen dessen staatlicher Steuerung und dem Autonomiestreben der Akteure.

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Inhalt

"Leseland" – auf diesen Topos beschränkt sich zumeist die allgemeine Vorstellung von Büchern und Lesen in der DDR. Dietrich Löffler bringt mit seiner Arbeit nun Licht ins Dunkel. So war auch die Literatur der DDR der staatlichen Planung und Lenkung unterworfen, so dass man sie gewissermaßen als "Literaturbetrieb" bezeichnen kann. Hieraus ergibt sich der Reiz des Themas, nämlich aus dem Spannungsverhältnis zwischen staatlichem Kontrollanspruch und der Eigendynamik der Literaturszene. Unter dieser Grundbedingung gibt der Autor einen umfassenden und erhellenden Überblick zu Buch und Lesen in der DDR. Ausgehend von Literaturplanung und ideologischer Steuerung stellt er die Infrastruktur samt Verlagswesen, Buchhandel und Bibliotheken ebenso vor wie Buchproduktion und -markt, Leseverhalten und Lektüre.



Autor: Dietrich Löffler, Seiten: 440, Erscheinungsdatum: 22.12.2011, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1234