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Coverbild Die Antipolitischen

Schriftenreihe (Bd. 1601)

Die Antipolitischen

Viele Bürgerinnen und Bürger betrachten Politik und Medien mittlerweile mit großem Misstrauen. Jacques de Saint Victor beschreibt, wie Populisten sich dies zunutze machen. Er erkennt in ihrer Agitation eine Wende hin zur "Antipolitik", die demokratische Werte im Prinzip missachtet und Politikverdrossenheit verschärft.

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Inhalt

Für die etablierten Demokratien sind neue Zeiten angebrochen. Vordem (er)klärten Parlamente, Presse und Politik, was wie zusammenhängt. In Krisenzeiten verunsichert oder misstrauisch geworden, suchen Menschen jedoch zunehmend Orientierung und Rückhalt bei den neuen virtuellen Plattformen und Gruppierungen. Dort wiederum greifen Populisten, Aktivisten und Bewegungen die Politikverdrossenheit vieler und den Ruf nach direkter Demokratie auf: Sie begegnen gewählten Regierungen nicht selten mit Verachtung, stellen die Kompetenzen der vermittelnden Instanzen infrage und beklagen den vermeintlichen "Verrat" der Eliten am souveränen Volk. Welche Folgen hat es, wenn die Funktionen und das Selbstverständnis, aber auch die Wertschätzung der repräsentativen Demokratie schleichend erodieren? Welche Interessen verbinden die so unterschiedlichen Akteure im Netz? Ist Meinungsfreiheit via Netz die wahre Demokratie, oder zielen Medienmogule auf die Ware Demokratie? Jacques de St. Victor konstatiert einen Prozess der Entpolitisierung, die auf schwer zu durchschauende Weise letztlich neue Abhängigkeit und Unterdrückung fördere.



Autor: Jacques de Saint Victor, Übersetzung: Michael Halfbrodt, Seiten: 110, Erscheinungsdatum: 04.11.2015, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1601